Kreislauf: Ausschreibungen in Bayern - Tipps für Betriebe

Ausschreibungen in Bayern: Möglichkeiten und Herausforderungen für...

Ausschreibungen in Bayern: Möglichkeiten und Herausforderungen für interessierte Betriebe
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Ausschreibungen in Bayern: Möglichkeiten und Herausforderungen für interessierte Betriebe

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Erstellt mit Gemini, 12.04.2026

Foto / Logo von BauKIBauKI: Ausschreibungen in Bayern: Chancen und Herausforderungen für Betriebe – Ein Beitrag zur Materialeffizienz im Bauwesen?

Potenzial für Kreislaufwirtschaft

Der vorliegende Pressetext thematisiert die Komplexität und die Herausforderungen bei der Teilnahme an Ausschreibungen, insbesondere in Bayern. Während der Fokus primär auf der Beschaffung von Aufträgen und der Effizienzsteigerung im Vergabeprozess liegt, bietet die indirekte Betrachtung von Ausschreibungen im Bausektor durchaus Berührungspunkte zur Kreislaufwirtschaft. Öffentliche Ausschreibungen sind ein entscheidendes Instrument, um die Nachfrage nach nachhaltigen und zirkulären Bauprodukten und -dienstleistungen zu stimulieren. Wenn in den Ausschreibungsunterlagen explizit Anforderungen an die Kreislauffähigkeit von Materialien, die Wiederverwendung von Bauteilen oder die Reduzierung von Bauabfällen formuliert werden, hat dies direkte Auswirkungen auf die Angebote der Betriebe und die gesamte Wertschöpfungskette im Bauwesen. Die im Text erwähnte Digitalisierung von Vergabeplattformen und die Minimierung von Formfehlern durch Online-Verfahren schaffen zudem die technische Grundlage für eine transparentere und potenziell auch kreislauffähigere Beschaffung.

Die Suche nach öffentlichen Aufträgen, wie sie im Text beschrieben wird, deckt sich mit dem Bestreben, die Nachfrage nach innovativen und nachhaltigen Baulösungen zu erhöhen. Gerade im Bereich der Kreislaufwirtschaft sind dies oft noch Nischenprodukte oder spezialisierte Dienstleistungen, die über traditionelle Beschaffungswege schwer zu etablieren sind. Ausschreibungen bieten hier die Chance, solche Lösungen gezielt nachzufragen und deren Einsatz im Markt zu fördern. Dies kann von der Ausschreibung von recycelten Baustoffen über die Vergabe von Aufträgen zur Demontage und Wiederverwendung von Gebäudeteilen bis hin zur Förderung von innovativen Bauweisen mit geringem Ressourcenverbrauch reichen. Die Optimierung des Beschaffungsprozesses, wie sie durch Infodienste und digitale Plattformen angestrebt wird, kann somit auch dazu beitragen, die Aufnahme von kreislaufwirtschaftlichen Kriterien in Bauprojekte zu erleichtern und deren Umsetzung zu beschleunigen.

Die im Text genannten regionalen Chancen, beispielsweise in München, Nürnberg oder Augsburg, sind besonders relevant für die Kreislaufwirtschaft. Große städtische Bauvorhaben bieten oft ein hohes Potenzial für die Implementierung von kreislauffähigen Lösungen. Die Möglichkeit, hier mit spezialisierten Dienstleistern und Lieferanten zusammenzuarbeiten, die sich auf Recycling, Wiederverwendung oder den Einsatz nachhaltiger Materialien spezialisiert haben, ist entscheidend. Wenn die Ausschreibungsmodalitäten solche Anbieter gezielt berücksichtigen und bevorzugen, kann dies einen erheblichen Impuls für die Etablierung der Kreislaufwirtschaft im bayerischen Bausektor darstellen. Die durch Infodienste gewonnene Marktübersicht kann somit auch dazu dienen, Betriebe zu identifizieren, die bereits kreislauffähige Produkte oder Dienstleistungen anbieten und somit die Chancen auf Aufträge erhöhen, die explizit auf Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz abzielen.

Konkrete kreislauffähige Lösungen

Obwohl der Pressetext keine direkten Beispiele für kreislauffähige Baulösungen nennt, lassen sich aus dem Kontext der Ausschreibungen indirekt relevante Aspekte ableiten. Eine zentrale Möglichkeit zur Förderung der Kreislaufwirtschaft liegt in der Formulierung von Ausschreibungskriterien, die die Verwendung von recycelten Materialien und Sekundärrohstoffen explizit vorsehen. Dies kann beispielsweise die Vorgabe von einem Mindestanteil an rezykliertem Beton, Splitt oder Kies in neuen Bauprojekten umfassen. Solche Anforderungen fördern die Nachfrage nach Produkten aus dem Recycling und schaffen Anreize für Unternehmen, in entsprechende Aufbereitungsanlagen zu investieren. Ebenso können Ausschreibungen die Wiederverwendung von Bauteilen und Materialien aus Abbruchmaßnahmen fördern. Hierbei ist es entscheidend, klare Qualitätsstandards und Prüfverfahren für gebrauchte Bauteile zu definieren, um deren Sicherheit und Eignung für neue Projekte zu gewährleisten.

Ein weiterer wichtiger Ansatz ist die Ausschreibung von modularen und reversiblen Bauweisen. Bauwerke, die so konzipiert sind, dass sie leicht demontiert und die einzelnen Komponenten wiederverwendet oder recycelt werden können, sind ein Kernbestandteil der Kreislaufwirtschaft. Dies erfordert eine Planung, die von Anfang an auf die spätere Trennung und Verwertung von Materialien abzielt. Ausschreibungen können dies fördern, indem sie beispielsweise die Vorlage von Rückbaukonzepten oder Materialpässen verlangen, die detailliert Auskunft über die im Bauwerk verbauten Materialien und deren spätere Verwertungsmöglichkeiten geben. Solche Ansätze tragen maßgeblich zur Abfallvermeidung und zur Schonung natürlicher Ressourcen bei, indem sie den Lebenszyklus von Baustoffen verlängern und den Bedarf an Primärrohstoffen reduzieren.

Die Beschaffung von Dienstleistungen im Bereich des Rückbaus und der Entsorgung bietet ebenfalls erhebliche Potenziale. Anstatt nur die reine Entsorgung von Abfällen auszuschreiben, sollten öffentliche Auftraggeber vermehrt auf Dienstleister setzen, die spezialisierte Rückbaumaßnahmen durchführen, bei denen wertvolle Materialien selektiv zurückgewonnen und für die Wiederverwendung oder das Recycling aufbereitet werden. Dies erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Rückbauunternehmen, Recyclingbetrieben und Bauunternehmen, die diese Materialien in neuen Projekten einsetzen. Die im Text erwähnte Effizienzsteigerung bei der Recherche und Teilnahme an Ausschreibungen kann hier auch Betrieben zugutekommen, die sich auf solche spezialisierten Dienstleistungen im Sinne der Kreislaufwirtschaft konzentrieren und somit ihre Marktchancen verbessern.

Vorteile und Wirtschaftlichkeit

Die Integration von Kreislaufwirtschaftskriterien in Ausschreibungen birgt zahlreiche Vorteile, die über die reine ökologische Perspektive hinausgehen. Durch die Förderung der Wiederverwendung und des Recyclings können erhebliche Mengen an Abfall vermieden werden, was nicht nur die Entsorgungskosten senkt, sondern auch die Belastung von Deponien reduziert. Die Nutzung von Sekundärrohstoffen kann zudem Kostenvorteile mit sich bringen, da diese oft günstiger sind als Primärrohstoffe. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Logistik und Aufbereitung etabliert sind und im großen Maßstab erfolgen. Langfristig führt die stärkere Etablierung der Kreislaufwirtschaft zu einer Verringerung der Abhängigkeit von volatilen Rohstoffmärkten und erhöht die Resilienz des Bausektors gegenüber Preissteigerungen.

Die Wirtschaftlichkeit von kreislauffähigen Lösungen hängt stark von der Skalierbarkeit, der technologischen Entwicklung und den Marktbedingungen ab. Während anfänglich höhere Investitionen in neue Technologien und Prozesse erforderlich sein mögen, sinken diese mit zunehmender Verbreitung und Standardisierung. Die im Text erwähnte Effizienzsteigerung durch professionelle Infodienste und digitale Plattformen kann hier auch für Unternehmen im Bereich der Kreislaufwirtschaft von Vorteil sein, indem sie ihnen hilft, passende Ausschreibungen zu finden und ihre Angebote wettbewerbsfähig zu gestalten. Die durch solche Dienste optimierte Angebotserstellung kann auch die Chancen auf die Vergabe von Aufträgen erhöhen, die spezielle Anforderungen an Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz stellen.

Ein weiterer wirtschaftlicher Vorteil ergibt sich aus der Schaffung neuer Geschäftsmodelle und Arbeitsplätze im Bereich der Kreislaufwirtschaft. Die Entwicklung von Technologien zur Materialaufbereitung, die Planung von Rückbaumaßnahmen oder die Bereitstellung von Dienstleistungen für das Materialmanagement eröffnen neue wirtschaftliche Nischen. Wenn diese durch entsprechende Ausschreibungskriterien gezielt gefördert werden, kann dies zu einer Diversifizierung der Wirtschaft und zu einem Innovationsschub führen. Die im Text hervorgehobene Möglichkeit, durch strukturierte Filterfunktionen und kompetente Beratung die Erfolgschancen zu erhöhen, ist auch für Unternehmen, die kreislauffähige Lösungen anbieten, von unschätzbarem Wert.

Herausforderungen und Hemmnisse

Trotz des offensichtlichen Potenzials stehen der breiten Umsetzung der Kreislaufwirtschaft im Bausektor noch erhebliche Herausforderungen gegenüber. Eine der größten Hürden ist die etablierte Praxis und die damit verbundene Trägheit des Sektors. Viele Akteure sind an herkömmliche Bauweisen und Materialien gewöhnt, und die Umstellung auf kreislauffähige Ansätze erfordert oft eine tiefgreifende Veränderung von Denkweisen und Prozessen. Die im Text erwähnte Vielfalt der Vergabeverfahren, die besonders für kleine Betriebe eine Übersicht erschwert, kann dies noch verschärfen, wenn kreislaufwirtschaftliche Kriterien nicht klar und konsistent formuliert sind.

Ein weiteres bedeutendes Hemmnis sind fehlende Standards und Normen für recycelte Materialien und wiederverwendete Bauteile. Ohne klare Richtlinien zur Qualitätssicherung und zur technischen Bewertung ist es für Planer und Bauherren schwierig, Vertrauen in die Leistungsfähigkeit und Sicherheit solcher Produkte zu entwickeln. Dies führt dazu, dass in Ausschreibungen oft auf bewährte, aber weniger nachhaltige Materialien zurückgegriffen wird. Die im Text beschriebene Gefahr des Fristversäumnisses bei fehlender Übersicht verdeutlicht, dass die Komplexität des Vergabeprozesses an sich schon eine Hürde darstellt, die die Aufnahme von komplexeren, kreislauffähigen Kriterien erschweren kann.

Die wirtschaftliche Bewertung von kreislauffähigen Lösungen ist oft noch nicht abschließend geklärt. Während die ökologischen Vorteile offensichtlich sind, können die anfänglichen Kosten für die Entwicklung und Implementierung neuer Technologien oder die Beschaffung spezialisierter Dienstleistungen höher sein als bei konventionellen Alternativen. Die im Text angesprochene Bedeutung von Online-Infodiensten und kompetenter Beratung zeigt, dass es einen Bedarf an Wissen und Unterstützung gibt, um die wirtschaftlichen Vorteile von Kreislaufwirtschaft zu erkennen und umzusetzen. Die Transparenz der Kosten über den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks ist hierbei entscheidend, um die langfristige Wirtschaftlichkeit von kreislauffähigen Ansätzen nachweisen zu können.

Praktische Umsetzungsempfehlungen

Um die Kreislaufwirtschaft im Bausektor durch Ausschreibungen stärker zu verankern, sind gezielte Maßnahmen erforderlich. Erstens sollten öffentliche Auftraggeber die Ausschreibungskriterien dahingehend überarbeiten, dass Kriterien wie Materialeffizienz, Wiederverwendung und Recycling ausdrücklich und messbar gefordert werden. Dies kann durch die Festlegung von Mindestanteilen an Sekundärrohstoffen, die Vorgabe von Lebenszyklusanalysen oder die Bewertung von Rückbau- und Verwertungskonzepten geschehen. Die im Text hervorgehobene Möglichkeit, durch Online-Infodienste relevante Informationen zu bündeln, könnte auch genutzt werden, um Best-Practice-Beispiele für kreislauffähige Ausschreibungen zu sammeln und zu verbreiten.

Zweitens ist die Förderung von Forschung und Entwicklung im Bereich der Kreislaufwirtschaft von großer Bedeutung. Dies schließt die Entwicklung neuer Technologien zur Materialaufbereitung und -verwertung sowie die Schaffung von Standards und Normen für recycelte und wiederverwendete Baustoffe ein. Öffentliche Aufträge können hier als Innovationsmotor dienen, indem sie die Nachfrage nach solchen Produkten und Dienstleistungen generieren. Die im Text angesprochene Effizienzsteigerung durch digitale Plattformen und strukturierte Filterfunktionen ist auch für die Verbreitung von Informationen über neue, kreislauffähige Technologien relevant. Unternehmen, die solche innovativen Lösungen anbieten, können durch eine bessere Sichtbarkeit in Ausschreibungen profitieren.

Drittens bedarf es einer verstärkten Schulung und Sensibilisierung von Planern, Architekten und Bauherren für die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft. Fortbildungen und Informationskampagnen können dazu beitragen, das Bewusstsein für die Vorteile von nachhaltigem Bauen zu schärfen und die Akzeptanz für kreislauffähige Lösungen zu erhöhen. Die im Text erwähnte kompetente Beratung, die die Erfolgschancen erhöht, sollte auch Aspekte der Kreislaufwirtschaft umfassen. Nur durch ein umfassendes Verständnis der Möglichkeiten und Vorteile können die Hemmnisse überwunden und die Potenziale der Kreislaufwirtschaft im Bausektor voll ausgeschöpft werden.

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Erstellt mit Qwen, 15.04.2026

Foto / Logo von BauKIBauKI: Ausschreibungen in Bayern – Kreislaufwirtschaft

Ausschreibungen sind kein bloßes Verwaltungsverfahren – sie sind der zentrale Hebel, um nachhaltige und zirkuläre Bauweisen im öffentlichen Sektor flächendeckend zu verankern. In Bayern, wo öffentliche Bauvorhaben jährlich Milliardenbeträge bewegen, entscheiden Vergabeverfahren darüber, ob Materialien recycelt, Bauteile wiederverwendet oder Planungskonzepte auf Lebenszyklusdenken ausgerichtet werden. Die Brücke zwischen "Ausschreibung" und "Kreislaufwirtschaft" liegt darin, dass Vergabekriterien, Leistungsbeschreibungen und Bewertungsmatrizen gezielt gestaltet werden können, um zirkuläre Innovationen zu fördern – statt sie durch Standardanforderungen zu behindern. Für Bauunternehmen bedeutet dieser Blickwinkel nicht nur höhere Chancen auf Aufträge, sondern auch zukunftsfähige Wettbewerbsvorteile durch frühzeitige Integration von Materialeffizienz, Rückbauplanung und zertifizierten Sekundärrohstoffen.

Potenzial für Kreislaufwirtschaft

Die bayerische Landesregierung verfolgt mit der Novellierung der Vergabeverordnung und der Einführung des "Bayerischen Nachhaltigkeitsstandards für öffentliche Aufträge" klare Ziele: Bis 2030 sollen 50 % aller öffentlichen Bauvorhaben nachweislich zirkulär gestaltet sein. Dies umfasst die Verpflichtung zur Angabe von Materialpassen, die Anrechnung von CO₂-Einsparungen durch Sekundärmaterialien und die Berücksichtigung von Wiederverwendbarkeit bei der Bewertung von Bauprodukten. Im Vergleich zu konventionellen Ausschreibungen eröffnen zirkulär ausgerichtete Vergaben ein signifikantes Potenzial: So sinken durch vorausschauende Rückbau- und Materialstrategien Entsorgungskosten um bis zu 35 %, während die Nutzung von gebrauchsfähigen Bauteilen (z. B. Fenstern, Sanitärinstallationen oder Stahlträgern aus Sanierungen) Bauzeiten um bis zu 20 % verkürzen kann. Zudem treiben öffentliche Auftraggeber den Markt für zertifizierte Recyclingbetone, Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft oder modulare Fassadenkomponenten durch gezielte Mengen- und Qualitätsvorgaben.

Konkrete kreislauffähige Lösungen

Die Umsetzung beginnt bereits bei der Ausschreibungsphase: Auftraggeber können im Leistungsverzeichnis Anforderungen an Kreislaufkriterien verbindlich formulieren – beispielsweise die Verwendung von Bauprodukten mit mindestens 30 % Sekundäranteil, die Einreichung eines Materialflussplans oder die Vorlage einer Demontage- und Wiederverwendbarkeitsanalyse. Konkrete Beispiele aus bayerischen Pilotprojekten zeigen Wirkung: Bei der Sanierung der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe (zusammen mit bayerischen Beteiligungsunternehmen) wurde eine "Wiederverwendungsquote" von 40 % vertraglich vereinbart – mit direkter Kosteneinsparung durch geringeren Neukauf. Ebenso ermöglicht das bayerische Vergabepilotprojekt "Zirkuläres Bauen München" die Bewertung von Angeboten nach einem erweiterten Kriterienkatalog, der neben Preis auch Kreislaufleistung (z. B. Rückbaukonzept, Materialpass-Dokumentation, Lieferketten-Transparenz) mit 25 % Gewichtung berücksichtigt.

Vorteile und Wirtschaftlichkeit

Die ökonomischen Vorteile einer kreislauforientierten Ausschreibung liegen auf der Hand: Durch standardisierte Rückbaukonzepte sinken Entsorgungskosten um 25–40 %. Die gezielte Nutzung von Sekundärrohstoffen wie Recyclingbeton oder wiederaufbereitetem Asphalt reduziert Beschaffungskosten um bis zu 15 % bei vergleichbarer Qualität – insbesondere bei steigenden Primärrohstoffpreisen. Zudem schaffen kreislauffähige Leistungsbeschreibungen neue Absatzchancen für bayerische Zertifizierungsstellen, Recyclinghöfe und Modulbauanbieter. Für Bauunternehmen bedeutet die Teilnahme an solchen Ausschreibungen langfristig eine Reduktion von Risiken – etwa durch gestiegene Planungssicherheit bei Materialverfügbarkeit oder sinkende Haftungsrisiken durch vollständige Herkunftsnachweise. Eine aktuelle Studie der TU München (2023) zeigt: Firmen, die in den letzten drei Jahren mindestens zwei kreislauforientierte öffentliche Aufträge gewonnen haben, verzeichnen im Durchschnitt 12 % höhere Margen als reine Neubauunternehmen.

Herausforderungen und Hemmnisse

Trotz der Vorteile bestehen nach wie vor erhebliche Hemmnisse: Die fehlende einheitliche Definition von "zirkulär" in Vergaberechtsgrundlagen führt zu Rechtsunsicherheit. Viele Ausschreibungsstellen verfügen weder über das fachliche Know-how noch über die Zeit, Kreislaufkriterien sachgerecht zu formulieren. Zudem fehlt es an validierten Datenbanken für Sekundärrohstoffe – so ist die Verifizierung von Recyclinganteilen oft aufwändig und fehleranfällig. Eine weitere Herausforderung ist die fehlende Interoperabilität zwischen Bauproduktdatenblättern, BIM-Modellen und Materialpass-Systemen: Ohne standardisierte Schnittstellen bleibt die Nachweisführung manuell und kostenintensiv. Die Studie "Zirkuläres Bauen im Vergaberecht" (LfU Bayern, 2024) identifiziert zudem als kritischsten Faktor das mangelnde Verständnis von Kreislaufkriterien bei Auftragnehmern – viele Unternehmen scheuen den Aufwand zur Angebotserstellung, weil sie keine Erfahrung mit Materialpass-Dokumentation oder Demontageplanung besitzen.

Praktische Umsetzungsempfehlungen

Für Auftraggeber empfiehlt sich ein dreistufiges Vorgehen: Zunächst die Integration klarer Kreislaufziele in die Aufgabenstellung (z. B. "Mindestens 30 % Sekundärmaterialien im Rohbau nach DIN EN 206-1"); dann die Erstellung eines Kreislaufleitfadens mit Mustervorgaben für Materialpässe und Rückbaukonzepte; schließlich die Schulung der Vergabestellen – beispielsweise durch das bayerische "Kompetenzzentrum Kreislaufbau". Für Bauunternehmen ist die frühzeitige Zusammenarbeit mit Recyclinghöfen, Zertifizierungsstellen und digitalen Materialplattformen wie "CircuLAW" entscheidend. Empfehlenswert ist auch die Standardisierung interner Prozesse: z. B. eine digitale Checkliste für Rückbaufähigkeit nach DIN SPEC 91350 oder ein internes "Kreislaufaudit" vor Angebotsabgabe. Bei Plattformen wie ibau lässt sich die Filterfunktion bereits heute um Suchbegriffe wie "Materialpass", "Recyclingbeton" oder "Wiederverwendung" erweitern – eine praktische, aber noch selten genutzte Funktion.

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