Fakten: Brennwert-Heizkessel: Vorteile nutzen

Ratgeber: Brennwert-Heizkessel - Vorteile und Einsatzgebiete erklärt

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Foto / Logo von BauKIBauKI: Brennwert-Heizkessel: Zahlen, Daten und Hintergründe aus Quellen und Studien

Kurz-Zusammenfassung

Brennwert-Heizkessel nutzen die Kondensationswärme der Abgase, was zu einer Effizienzsteigerung im Vergleich zu älteren Heizsystemen führt. Diese Kessel sind korrosionsbeständig und werden besonders bei Erdgasinstallationen zunehmend zum Standard. Während der Brennwert-Effekt bei Heizöl geringer ausfällt und besondere Vorkehrungen erfordert, stellt die Niedertemperatur-Technik eine Alternative dar. Brennwert-Heizkessel eignen sich besonders gut für Fußbodenheizungen, sind aber auch in bestehenden Heizsystemen einsetzbar, wobei die Heizkörper in der Regel so ausgelegt sind, dass ein wirtschaftlicher Betrieb gewährleistet ist.

Fakten über Brennwert-Heizkessel

  1. Effizienzsteigerung: Brennwertkessel erzielen durch die Nutzung der Kondensationswärme des Abgases einen höheren Wirkungsgrad als konventionelle Heizkessel. Laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) können moderne Gas-Brennwertkessel einen Norm-Nutzungsgrad von bis zu 98% erreichen.
  2. Reduzierte Emissionen: Durch die effizientere Verbrennung und die Nutzung der Abgaswärme reduzieren Brennwertkessel den Ausstoß von Schadstoffen wie CO2. Eine Studie des Umweltbundesamtes (UBA) zeigt, dass der CO2-Ausstoß im Vergleich zu alten Heizkesseln um bis zu 15-20% gesenkt werden kann.
  3. Kondensatbildung: Bei der Brennwerttechnik entsteht Kondensat, das leicht sauer ist. Gemäß DIN EN 12828 muss dieses Kondensat bei bestimmten Heizleistungen und Abgaswerten neutralisiert werden, bevor es in die Kanalisation eingeleitet wird.
  4. Korrosionsbeständigkeit: Brennwertkessel sind speziell konstruiert, um den aggressiven Kondensaten standzuhalten. Edelstahl oder spezielle Aluminium-Silizium-Legierungen werden häufig für die Bauteile verwendet, die mit dem Kondensat in Berührung kommen.
  5. Förderprogramme: Der Staat fördert den Einbau von Brennwertkesseln im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Die Förderhöhe ist abhängig von der Art der Heizung und den individuellen Gegebenheiten und kann über die KfW oder das BAFA beantragt werden.
  6. Eignung für Fußbodenheizung: Brennwertkessel arbeiten besonders effizient in Kombination mit Flächenheizungen wie Fußbodenheizungen, da diese mit niedrigen Vorlauftemperaturen betrieben werden können. Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik (IBP) kann der Wirkungsgrad eines Brennwertkessels in Kombination mit einer Fußbodenheizung um bis zu 5% gesteigert werden.
  7. Wartungsaufwand: Brennwertkessel erfordern regelmäßige Wartung, um einen effizienten und sicheren Betrieb zu gewährleisten. Die Kosten für die jährliche Wartung liegen laut Heizungsverbänden im Durchschnitt zwischen 150 und 300 Euro, abhängig vom Kesseltyp und dem Umfang der Wartung.
  8. Anschaffungskosten: Die Anschaffungskosten für einen Brennwertkessel sind in der Regel höher als für konventionelle Heizkessel. Laut einer Erhebung des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) liegen die Kosten für einen Gas-Brennwertkessel inklusive Installation zwischen 7.000 und 12.000 Euro.
  9. Lebensdauer: Die Lebensdauer eines Brennwertkessels beträgt bei ordnungsgemäßer Wartung in der Regel 15 bis 20 Jahre. Dies ist vergleichbar mit der Lebensdauer anderer moderner Heizsysteme.
  10. Heizkörperkompatibilität: Brennwertkessel können in der Regel auch mit bestehenden Heizkörpern betrieben werden, allerdings ist eine hydraulische Optimierung des Heizsystems empfehlenswert, um die Effizienz des Brennwertkessels voll auszuschöpfen.
  11. Raumluftunabhängiger Betrieb: Viele moderne Brennwertkessel können raumluftunabhängig betrieben werden, d.h. die Verbrennungsluft wird nicht aus dem Aufstellraum entnommen. Dies erhöht die Sicherheit und Effizienz des Kessels.
  12. Modulation: Moderne Brennwertkessel sind modulierend, d.h. sie passen ihre Leistung automatisch an den aktuellen Wärmebedarf an. Dies spart Energie und reduziert den Verschleiß des Kessels. Laut einer Studie der Verbraucherzentrale kann die Modulation die Heizkosten um bis zu 10% senken.
  13. Hybridheizungen: Brennwertkessel können gut in Hybridheizungen integriert werden, z.B. in Kombination mit Solarthermie oder einer Wärmepumpe. Dies ermöglicht eine noch effizientere und umweltfreundlichere Wärmeversorgung.
  14. Schichtladespeicher: In Kombination mit einem Schichtladespeicher kann die Effizienz des Brennwertkessels weiter gesteigert werden, da der Speicher das warme Wasser schichtet und so eine optimale Nutzung der Wärmeenergie ermöglicht.
  15. Heizlastberechnung: Vor dem Einbau eines Brennwertkessels sollte eine Heizlastberechnung durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass der Kessel optimal auf den Wärmebedarf des Gebäudes ausgelegt ist. Eine falsche Auslegung kann zu einem ineffizienten Betrieb und unnötigen Kosten führen.

Mythen vs. Fakten

  • Mythos: Brennwertkessel sind nur für Neubauten geeignet. Fakt: Brennwertkessel können auch in Altbauten eingesetzt werden, allerdings ist in manchen Fällen eine Anpassung des Heizsystems erforderlich.
  • Mythos: Brennwertkessel sind wartungsintensiver als alte Heizkessel. Fakt: Brennwertkessel benötigen zwar regelmäßige Wartung, aber der Aufwand ist nicht unbedingt höher als bei alten Heizkesseln. Die Wartung dient vor allem der Sicherstellung eines effizienten und sicheren Betriebs.
  • Mythos: Brennwertkessel sind immer die beste Wahl. Fakt: Ob ein Brennwertkessel die beste Wahl ist, hängt von den individuellen Gegebenheiten des Gebäudes und den persönlichen Präferenzen ab. In manchen Fällen können auch andere Heizsysteme wie Wärmepumpen oder Pelletheizungen sinnvoller sein.
  • Mythos: Brennwertkessel funktionieren nicht mit alten Heizkörpern. Fakt: Brennwertkessel können in der Regel auch mit alten Heizkörpern betrieben werden, allerdings ist eine hydraulische Optimierung des Heizsystems empfehlenswert, um die Effizienz des Brennwertkessels voll auszuschöpfen.
  • Mythos: Der Einbau eines Brennwertkessels ist immer teuer. Fakt: Die Kosten für den Einbau eines Brennwertkessels können variieren, aber durch staatliche Förderprogramme und die langfristigen Einsparungen bei den Heizkosten kann sich die Investition lohnen.

Tabelle: Fakten-Übersicht

Faktenübersicht Brennwert-Heizkessel
Aussage Quelle Jahreszahl
Norm-Nutzungsgrad bis 98%: Moderne Gas-Brennwertkessel erreichen hohe Nutzungsgrade. Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) Aktuell
CO2-Reduktion um bis zu 20%: Brennwertkessel reduzieren den CO2-Ausstoß im Vergleich zu Altanlagen. Umweltbundesamt (UBA) Aktuell
Neutralisation des Kondensats erforderlich: Bei bestimmten Heizleistungen ist die Neutralisation des Kondensats Pflicht. DIN EN 12828 Aktuell
Wirkungsgradsteigerung mit Fußbodenheizung: In Kombination mit Fußbodenheizung kann der Wirkungsgrad steigen. Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) Aktuell
Jährliche Wartungskosten: Die durchschnittlichen jährlichen Wartungskosten liegen zwischen 150 und 300 Euro. Heizungsverbände Aktuell
Kosten inklusive Installation: Die Kosten für einen Gas-Brennwertkessel inklusive Installation liegen zwischen 7.000 und 12.000 Euro. Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) Aktuell
Modulation senkt Heizkosten: Durch Modulation kann der Verbrauch um bis zu 10% gesenkt werden. Verbraucherzentrale Aktuell
Staatliche Förderung möglich: Für den Einbau von Brennwertkesseln gibt es staatliche Förderprogramme. KfW, BAFA Aktuell
Regelmäßige Wartung erforderlich: Brennwertkessel benötigen regelmäßige Wartung für effizienten Betrieb. Allgemeine Empfehlung -
Heizlastberechnung wichtig: Vor Einbau ist eine Heizlastberechnung durchzuführen. Allgemeine Empfehlung -

Quellenliste

Kurz-Fazit

Brennwert-Heizkessel stellen eine effiziente und umweltfreundliche Möglichkeit dar, Wärme zu erzeugen. Durch die Nutzung der Kondensationswärme und die Reduzierung von Emissionen können sie einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten. Die Investition in einen Brennwertkessel kann sich langfristig durch geringere Heizkosten und staatliche Förderungen lohnen.

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