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Keller

Wasser im Keller - Pumpenschacht innen oder außen?

Guten Morgen

Es geht um unser Haus, Bj. 1959, freistehend umringt von Akcherflächen. Grundfläche ca 15x7 Meter, zu 70% unterkellert. Die Bodenplatte ist, wahrscheinlich, nach dem Errichten der Kellerwände gegossen worden und an einigen Stellen undicht.

Und damit beginnt das Problem: Nach Starkregenfällen, wie vor zwei Wochen, steht das Wasser auf den umliegenden Feldern und drückt sich irgendwann eben auch in den Keller. Es gibt einen Bodenabfluss, welcher früher mal in einen etwa 200 Meter entfernten Graben geleitet wurde. Da der Abfluss nicht mehr abläuft, habe ich an der Hauswand hinab gegraben, bis ich das Rohr gefunden habe, wo es unter der Bodenplatte herrauskommt. Es war voller Wurzeln.

Das ist die jetzige Situation und meine Fragen sind:

1) Ist das Loch relevant für die Statik des Hauses?

2) Setze ich außen einen Pumpenschacht hin und leite das Wasser in das Fallrohr der Regenrinne?

3) Pumpe ich das Wasser aus dem Abflussrohr im Keller ab und leite es in das Fallrohr der Regenrinne?

Den Schacht nach außen legen, wäre aufwändiger und teurer als das Wasser einfach innen aus dem Keller rauszupumpen (Öfnung für den Schlauch kann weit oberhalb des Erdreichs gemacht werden)

Das Wasser aus dem Rohr abpumpen würde bedeuten, dass es mehr als nur eine Tauchpumpe mit Schwimmer benötigt und das Rohr außen verschossen wird. Kurz bevor das Rohr unter der Bodenplatte austritt, gibt es eine Öffnung in welche ein Schlauch eingeführt werden könnte. Da das Rohr dannach etwas nach unten abfällt, ist hier der tiefste Punkt.

Die Pumpe muss zuverlässig selbstansaugend sein und über einen Schwimmschalter im Rohr ausgelöst werden.

Lieben Gruß und Danke für eure Hilfe

Anhang:

Der Beitragsersteller hat versichert, dass der Anhang selbst erstellt wurde und keine Rechte verletzt.

Name:

  • Kolja
  1. nicht behebbar, außer bei Neubau

    Der Keller ist so als würden Sie einen Drahtkorb in Matsch stellen und wollen den Drahtkorb trocken halten. Entweder sie pumpen so lange bis die umliegenden Felder trocken sind oder sie ziehen eine Drainage um das Haus mit einer Tiefe unterhalb der Bodenplatte. Das Haus hat Streifenfundamente, eine Bodenplatte dazwischen macht den Keller nicht dicht. Also bleibt nur eine Grundwasserabsenkung im und um das Haus. Die einfachste Möglichkeit wären Einläufe in jedem Kellerraum und ein Sickerschacht mit Pumpenregelung als Hebeanlage wenn das ganze Dilemma einmal im Jahr auftritt. Die 200 Meter lange Abflussleitung zu reaktivieren ist keine gute Idee und könnte zur Überflutung des Kellers führen, selbst wenn kein Wasser auf den Feldern steht.

    Name:

    • Klaus Kirschner
  2. Hallo Herr Kirschner Danke für die schnelle ...

    ... Hallo Herr Kirschner

    Danke für die schnelle Antwort und das bildliche Beispiel mit dem Drahtkorb.

    Die Felder sind so wie sie sind, da haben wir keinen Einfluss drauf. Eine Drainage um das Haus zu legen würde bedeuten, dass wir an drei Seiten den Hof aufreißen müssten. Daher wäre dies eine große Entscheidung.

    Von einem Sickerschacht im Kellerboden wird uns immer abgeraten, weil der aufschwimmen kann (Beton würde helfen) und der Anschluss dicht sein muss. Ansonsten hat der Keller an seinem tiefsten Punkt ja ein Bodenabfluss.

    Meine Frage ist ja "nur" lasse ich das Wasser nach draußen in einen (noch zu bauenden) Schacht laufen und hänge eine Tauchpumpe mit Schwimmer rein, oder sauge ich das Wasser, ab einem bestimmten Pegelstand, direkt aus dem Abwasserrohr ab?

    Danke und Gruß

    Kolja

    P.S. Muss ich mir bei der Größe des Schachtes Sorgen um die Statik des Hauses machen?
    Und womit verfülle ich den Schacht später wieder?

  3. Abflüsse im Keller

    Abflüsse im Keller funktionieren nur richtig, wenn eine Hebeanlage das Abwasser über die Rückstauhöhe hebt. Das bedeutet immer ein separates System mit Pumpe aber nicht mit einem Ablauf in einen Vorfluter. Somit darf Abwasser aus dem EGA oder höher nicht in den Keller geleitet werden, Regenwasser nicht in den Keller geleitet werden. Ein Sonderfall ist drückendes Wasser über Kellerwände und Kellerboden. Das erfordert wiederum ein separates System mit einem Sickerschacht. Wenig Wasser versickert, viel Wasser erfordert eine Pumpe mit Niveauregelung. Der Schacht sollte schon 500 Liter fassen, sonst schaltet die Pumpe ständig ein und aus. Die ganzen Systeme bedürfen einer ständigem Wartung. Sie bekommen schon heraus, nach wieviel Tagen Regen der Keller unter Wasser steht.

    Name:

    • Klaus Kirschner

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