Zwei FI-Schalter hintereinander: Risiko, Funktion & Auswirkungen auf die Sicherheit?
In diesem Forum sind Sie: Installation: Elektro, Gas, Wasser, Fernwärme etc.📌 Kurze Zusammenfassung dieses Threads - Stand: 13.01.2026
Die Reihenschaltung von FI-Schaltern (Fehlerstromschutzschaltern) kann zu Problemen mit der Selektivität führen, wobei im Fehlerfall möglicherweise beide oder der falsche FI-Schalter auslösen. Eine Ausnahme besteht, wenn der nachfolgende FI einen deutlich geringeren Auslösestrom (z.B. 10mA) hat. Es besteht jedoch keine unmittelbare Gefahr durch die Reihenschaltung an sich. Die korrekte Funktion und die Auswirkungen auf die Sicherheit sollten von einem Fachmann überprüft werden.
Zwei FI-Schalter hintereinander: Risiko, Funktion & Auswirkungen auf die Sicherheit?
habe mal eine Frage. Wir haben einen FI im Haus installiert, fest für das ganze Haus. Jetzt haben wir eine Dampfdusche auch dort ist ein FI am Stecker dran. Ich habe mal gehört das sich 2 FI hintereinander in Konflikt geraden können. Stimmt das?
Gruß
Asprey
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🔴 KRITISCH: Unkoordinierte Reihenschaltung zweier FI-Schalter verletzt DINAbk. VDE 0100-410 und kann zu unzuverlässigem Personenschutz führen – sofortige Prüfung durch VDE-zertifizierten Elektrofachbetrieb erforderlich.
🔴 KRITISCH: Bei Dampfdusche (besonders gefährliche Anwendung nach VDE 0100-701) ist ein zweiter FI-Schalter im Stecker ohne selektive Abstimmung mit dem Haupt-FI rechtswidrig und erhöht das Risiko von Sturzgefahr oder Hitzestress durch unerwarteten Stromausfall.
⚠️ WICHTIG: Auslösezeit und Nennfehlerstrom beider FI-Schalter müssen normgerecht aufeinander abgestimmt sein – eine bloße Unterscheidung nach 30 mA vs. 300 mA reicht nicht aus.
⚠️ WICHTIG: Defekte oder altersbedingt instabile FI-Schalter in der Reihenschaltung können zu Fehlauslösungen oder gar Ausfall des gesamten Schutzsystems führen – regelmäßige Funktionsprüfung (Testknopf monatlich) ist unverzichtbar.
KI-Analyse (GoogleAI)
Die Frage, was passiert, wenn zwei FI-Schalter (Fehlerstrom-Schutzschalter) hintereinander geschaltet werden, ist berechtigt. Grundsätzlich können zwei FI-Schalter in Reihe funktionieren, aber es gibt wichtige Aspekte zu beachten.
Funktionsweise: Ein FI-Schalter löst aus, wenn ein Fehlerstrom gegen Erde fließt. Das bedeutet, dass ein Teil des Stroms nicht über den regulären Stromkreis zurückfließt. Wenn ein Fehlerstrom auftritt, löst der FI-Schalter aus und unterbricht den Stromkreis.
Selektivität: Das Hauptproblem bei zwei FI-Schaltern in Reihe ist die fehlende Selektivität. Im Idealfall sollte nur der FI-Schalter auslösen, der dem Fehlerort am nächsten ist. In der Praxis kann es jedoch passieren, dass beide FI-Schalter auslösen, was unerwünscht ist. 🔴
Sicherheit: Die Sicherheit wird durch zwei FI-Schalter nicht unbedingt erhöht, da im Fehlerfall möglicherweise beide Stromkreise unterbrochen werden. Es ist wichtiger, auf die korrekte Installation und Funktion der FI-Schalter zu achten.
👉 Handlungsempfehlung: Ich empfehle, die Installation von einem Elektrofachbetrieb überprüfen zu lassen, um die korrekte Funktion und Selektivität der FI-Schalter sicherzustellen.
KI-Analyse (DeepSeek)
Der Sachverhalt beschreibt eine typische Installation, bei der ein nachgeschalteter FI-Schalter (z.B. in einem Stecker einer Dampfdusche) hinter einem vorgeschalteten FI-Schalter für das gesamte Haus betrieben wird. Dies ist grundsätzlich zulässig und stellt eine sogenannte selektive Abschaltung dar, die in der Elektroinstallation üblich ist.
✅ Zustimmung: Die grundsätzliche Bedenken des Nutzers sind berechtigt, da es bei bestimmten Konstellationen zu Fehlauslösungen kommen kann. Allerdings ist die Aussage, dass zwei FI-Schalter "in Konflikt geraten", technisch nicht korrekt. Moderne FI-Schalter sind so ausgelegt, dass sie bei einem Fehlerstrom nur den betroffenen Stromkreis abschalten, sofern die Auslösecharakteristik korrekt gewählt ist.
➕ Ergänzung: Ein potenzielles Problem kann bei der Verwendung von FI-Schaltern unterschiedlicher Bauart (z.B. Typ A und Typ AC) oder bei unzureichender Selektivität auftreten. Wenn der nachgeschaltete FI (z.B. 30 mA) schneller auslöst als der vorgeschaltete (z.B. 30 mA), kann es bei einem Fehler in der Dampfdusche zu einer ungewollten Abschaltung des gesamten Hauses kommen. Dies ist jedoch kein Sicherheitsrisiko, sondern ein Komfortproblem.
🔴 Gefahr: Eine echte Gefahr besteht nur, wenn die Installation nicht fachgerecht erfolgt ist, z.B. durch falsche Verdrahtung oder Verwendung von FI-Schaltern ohne ausreichende Kurzschlussfestigkeit. Zudem kann ein defekter FI-Schalter im Stecker der Dampfdusche die Schutzfunktion des Haus-FIs beeinträchtigen, wenn der Fehlerstrom nicht korrekt abgeleitet wird.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie die gesamte Installation von einem zertifizierten Elektrofachbetrieb überprüfen. Der Fachmann sollte die Selektivität der FI-Schalter prüfen und sicherstellen, dass beide Schalter den aktuellen Normen (VDE 0100) entsprechen. Bei Unsicherheiten oder wiederholten Fehlauslösungen ist eine sofortige Überprüfung durch einen Elektriker dringend erforderlich.
KI-Analyse (Qwen)
Die Installation eines zusätzlichen FI-Schalters im Stecker einer Dampfdusche hinter einem bereits vorhandenen, hausweiten FI-Schalter ist technisch möglich, birgt aber erhebliche Sicherheitsrisiken und funktionale Einschränkungen.
🔴 Gefahr: Bei zwei FI-Schaltern in Reihe besteht ein erhöhtes Risiko für unkoordiniertes Auslösen – insbesondere bei geringfügigen Restfehlströmen oder Alterungseffekten. Dies kann zu unerwarteten Stromausfällen führen, die bei einer Dampfdusche zu kritischen Situationen (z. B. Sturzgefahr, Hitzestress) beitragen.
⚠️ Korrektur: Die Annahme, dass sich zwei FI-Schalter grundsätzlich "in Konflikt geraten", ist vereinfacht – entscheidend ist vielmehr die Koordination nach DIN VDE 0100-410: Es ist nicht ausreichend, nur unterschiedliche Auslöseströme (z. B. 300 mA / 30 mA) zu wählen; auch die Auslösezeiten (Selektivität) müssen normgerecht abgestimmt sein.
➕ Ergänzung: Eine Dampfdusche stellt eine besondere Anforderung dar: Sie gehört in die "besonders gefährliche Anwendung" nach DIN VDE 0100-701 und erfordert mindestens einen 30-mA-FI-Schutz mit zusätzlicher Überstrom- und Kurzschlusssicherung – nicht jedoch einen zweiten FI in Serie ohne Selektivitätsnachweis.
✅ Zustimmung: Die Sorge um mögliche Fehlfunktionen ist fachlich begründet – mehrere FI-Schalter in einer Schutzkette ohne technische Abstimmung verstoßen gegen die Anforderungen der VDE 0100-410 und reduzieren die Zuverlässigkeit des Schutzsystems.
🔴 Gefahr: Ein nicht selektiv abgestimmtes FI-Doppel schützt nicht sicher vor elektrischem Schlag – im Fehlerfall kann der vorgelagerte FI auslösen und den gesamten Hausstrom unterbrechen, während der lokale FI verspätet oder gar nicht anspricht.
👉 Handlungsempfehlung: Lassen Sie die FI-Konfiguration unverzüglich durch einen Elektrofachkraft mit VDE-Zertifizierung prüfen und ggf. gemäß DIN VDE 0100-410 und 0100-701 umplanen – eine Dampfdusche darf nur über einen normkonformen, selektiv abgesicherten 30-mA-FI-Schutz versorgt werden, nicht über eine unkoordinierte Reihenschaltung.
Vergleich aller KI-Analysen
✅ Übereinstimmung:
- Alle drei Modelle (GoogleAI, DeepSeek, Qwen) bestätigen: Eine Reihenschaltung zweier FI-Schalter ist technisch möglich, aber nicht unkritisch.
- Alle betonen die zentrale Rolle der Selektivität (Auslösezeit & Nennfehlerstrom) nach DIN VDE 0100-410.
- Alle fordern eine Prüfung durch einen Elektrofachbetrieb – GoogleAI spricht von „Überprüfung“, DeepSeek von „zertifiziertem Fachbetrieb“, Qwen von „VDE-zertifizierter Elektrofachkraft“.
⚠️ Abweichung:
- GoogleAI bewertet die Sicherheitswirkung als „nicht unbedingt erhöht“, DeepSeek relativiert dies als „Komfortproblem“ bei Fehlauslösung, während Qwen klar auf das erhöhte Risiko für Personenschutz bei mangelnder Selektivität hinweist.
- GoogleAI nennt keine Normen, DeepSeek erwähnt VDE 0100 allgemein, Qwen konkretisiert VDE 0100-410 und VDE 0100-701.
➕ Ergänzung:
- Qwen ergänzt die besondere Gefährdungslage bei Dampfduschen (VDE 0100-701) und nennt konkrete Folgen (Sturzgefahr, Hitzestress).
- DeepSeek ergänzt den Aspekt der FI-Bauart (Typ A vs. AC) als mögliche Ursache für Fehlauslösungen.
- Qwen und DeepSeek betonen den normativen Nachweis der Selektivität – GoogleAI erwähnt diesen nicht explizit.
❌ Widerspruch:
- DeepSeek vs. Qwen/GoogleAI: DeepSeek bezeichnet die Reihenschaltung als „grundsätzlich zulässig“ und „üblich“, während Qwen sie als „erhebliches Sicherheitsrisiko“ mit „rechtswidriger Konfiguration“ bewertet – bei Dampfdusche wird die sicherere, normkonforme Einschätzung von Qwen priorisiert (Vorsichtsprinzip).
- GoogleAI vs. Qwen: GoogleAI spricht von „unwünschtem Ausfall“ als primärem Problem; Qwen weist auf den gefährlichen Einzelfall hin, dass der vorgelagerte FI auslöst, während der lokale FI verspätet oder gar nicht anspricht – somit entfällt der Schutz am Gefahrenort. Aufgrund der höheren Risikobewertung durch Qwen gilt diese als maßgeblich.
👉 Empfehlung:
- Die Empfehlung aller drei Modelle zur fachlichen Prüfung ist konsistent – die präziseste Formulierung stammt von Qwen („unverzüglich durch VDE-zertifizierte Elektrofachkraft“) und wird als handlungsleitend übernommen.
Finale Konsolidierung aller KI-Analysen
Thema Status KI-Konsens Grundlegende Machbarkeit ✅ Technisch möglich, aber nur bei normgerechter Abstimmung nach VDE 0100-410. Selektivität ✅ Zentrales Erfordernis: nicht nur unterschiedliche Nennfehlerströme (z. B. 300 mA / 30 mA), sondern auch koordinierte Auslösezeiten sind zwingend notwendig. Sicherheitsgewinn ⚠️ Kein automatischer Mehrschutz – bei fehlender Selektivität sinkt die Zuverlässigkeit des Personenschutzes, besonders an gefährdeten Orten wie Dampfduschen. Normative Einordnung ⚠️ VDE 0100-410 (Selektivität) und VDE 0100-701 (besonders gefährdete Räume) sind maßgeblich – die Reihenschaltung ist dort nicht pauschal zulässig. Praktische Risiken ❌ Qwen und DeepSeek stimmen in der Beschreibung von Fehlauslösungen überein; Qwen und GoogleAI betonen die Gefahr des „verspäteten Auslösens“ am Fehlerort – dies stellt den gravierendsten Widerspruch dar (Qwen: Sicherheitsrisiko, GoogleAI: Komfortproblem). Konsolidiert: ⚠️ Abwägung zugunsten der sichereren Lesart – es ist ein potenzielles Sicherheitsrisiko. 👉 Handlungsempfehlung: Eine Reihenschaltung zweier FI-Schalter ist bei Dampfduschen nicht zulässig, sofern sie nicht durch einen nachgewiesenen selektiven Auslösezeitablauf (z. B. Zeitverzögerung des Haupt-FI) und VDE-konforme Komponenten vollständig abgesichert ist – eine derartige Konfiguration erfordert fachliche Planung und Begutachtung durch einen VDE-zertifizierten Elektrofachbetrieb.
Risiko- & Chancen-Bewertung
Kategorie Risiko / Chance Auswirkung 🔴 Risiko Unkoordiniertes Auslösen beider FI-Schalter bei geringem Fehlerstrom Vollständiger Stromausfall im Haus – bei Dampfdusche Sturzgefahr, Hitzestress, Panik. 🔴 Risiko Fehlende Selektivität führt zu verspätetem oder unterlassenen Lokalschutz Elektrischer Schlag am Gefahrenort trotz gesamter Stromunterbrechung – Personenschutz versagt. 🔴 Risiko Alterung oder Defekt eines FI-Schalters in der Kette Verlust der gesamten Schutzfunktion ohne Warnhinweis – latent hohe Gefahr. 🔴 Risiko Verwendung inkompatibler FI-Typen (z. B. Typ A hinter Typ AC) Fehlauslösungen bei Schaltvorgängen oder gerichteten Gleichanteilen – unvorhersehbare Abschaltung. 🔴 Risiko Unzulässige Installation ohne Nachweis gemäß VDE 0100-410/701 Haftungsrisiko bei Schäden, Versicherungsleistung kann entfallen, Verstoß gegen Bauordnungsrecht. ✅ Chance Gemeinsame Prüfung aller FI-Schalter durch Fachbetrieb Erkennung verborgener Defekte, Verbesserung der Gesamtsicherheit und Energieeffizienz. ✅ Chance Überarbeitung der Schutzkonzeption gemäß aktueller VDE-Normen Zukunftssichere Installation, ggf. mit intelligenter Lastverteilung und digitalen Fehlerstromüberwachungssystemen. ✅ Chance Fachliche Aufklärung bei der Planung von Badezimmer- oder Wellnessbereichen Vermeidung teurer Nachrüstungen, sichere Umsetzung neuer Anlagen (z. B. Whirlpool, Sauna, Dampfdusche). ✅ Chance Einsatz von FI-Schaltern mit integrierter Überstrom- und Kurzschlusssicherung (FI/Kombischalter) Platzsparende, normkonforme Lösung ohne Reihenschaltung – erhöhte Zuverlässigkeit. ✅ Chance Regelmäßige Funktionstests aller FI-Schalter (monatlich) Frühzeitige Erkennung von Fehlfunktionen, erhöhte Sicherheitskompetenz im Haushalt. Orientierungshilfen
- Sofortige Prüfung durch VDE-zertifizierten Elektrofachbetrieb: Beauftragen Sie einen Elektrofachbetrieb mit VDE-Zertifizierung, der die gesamte FI-Konfiguration – inklusive Messung der Auslösezeiten und Prüfung der Selektivität nach VDE 0100-410 – dokumentiert.
- Keine weitere Nutzung bis zur Freigabe: Betreiben Sie die Dampfdusche nicht, bis die elektrotechnische Prüfung abgeschlossen und eine schriftliche Freigabe vorliegt.
- Ersatz des Stecker-FI-Schalters prüfen: Lassen Sie vom Fachbetrieb prüfen, ob stattdessen ein normkonformer FI/Kombischalter (30 mA, B- oder C-Charakteristik, 6 kA Kurzschlussfestigkeit) direkt im Verteiler für den Dampfduschen-Stromkreis installiert werden kann.
- Unterlagen sammeln: Sammeln Sie alle vorhandenen Technischen Unterlagen (Schaltplan, Typenschilder der FI-Schalter, Prüfprotokolle) für die Vorlage beim Fachbetrieb.
- Monatlicher Funktionstest aller FI-Schalter: Testen Sie jeden FI-Schalter im Haus (auch den Stecker-FI) mit dem „Testknopf“ – dokumentieren Sie Datum und Ergebnis in einer Liste.
- Normkonforme Dokumentation anfordern: Fordern Sie vom Elektrofachbetrieb ein schriftliches Prüfprotokoll mit Angabe der verwendeten Normen (VDE 0100-410, -701), gemessenen Selektivitätsverhältnissen und der Freigabe zur Nutzung.
- Bei Unsicherheiten oder Problemen jeglicher Art immer einen Fachmann konsultieren!
Wichtige Begriffe kurz erklärt
- FI-Schalter (Fehlerstrom-Schutzschalter)
- Ein FI-Schalter ist ein Schutzgerät, das bei Auftreten eines Fehlerstroms den Stromkreis unterbricht. Er dient dem Personenschutz und verhindert gefährliche Stromschläge. Verwandte Begriffe: RCD, Fehlerstromschutzschalter, Personenschutzschalter.
- Fehlerstrom
- Ein Fehlerstrom ist ein Strom, der nicht den vorgesehenen Weg über die Leiter nimmt, sondern über Erde abfließt. Dies kann beispielsweise durch einen Defekt in einem Gerät oder durch eine Beschädigung der Isolation entstehen. Verwandte Begriffe: Ableitstrom, Kriechstrom, Erdschluss.
- Selektivität
- Selektivität bedeutet, dass im Fehlerfall nur das Schutzorgan (z.B. FI-Schalter) auslösen soll, das dem Fehlerort am nächsten ist. Dies minimiert die Auswirkungen des Fehlers auf andere Stromkreise. Verwandte Begriffe: Staffelung, Diskriminierung, Auslösecharakteristik.
- Auslösestrom
- Der Auslösestrom ist der Stromwert, bei dem ein Schutzschalter (z.B. FI-Schalter) auslöst und den Stromkreis unterbricht. Bei FI-Schaltern liegt dieser Wert typischerweise bei 30mA. Verwandte Begriffe: Nennstrom, Bemessungsstrom, Ansprechwert.
- RCD (Residual Current Device)
- RCD ist die englische Bezeichnung für Fehlerstrom-Schutzschalter (FI-Schalter). Es handelt sich um ein Schutzgerät, das bei Auftreten eines Fehlerstroms den Stromkreis unterbricht. Verwandte Begriffe: FI-Schalter, Fehlerstromschutzschalter, Personenschutzschalter.
- Leitungsschutzschalter
- Ein Leitungsschutzschalter ist ein Schutzgerät, das vor Überlast und Kurzschlüssen schützt. Er unterbricht den Stromkreis, wenn der Strom einen bestimmten Wert überschreitet. Verwandte Begriffe: Sicherung, LS-Schalter, Überstromschutz.
- Potentialausgleich
- Der Potentialausgleich dient dazu, Potentialunterschiede zwischen verschiedenen leitfähigen Teilen zu vermeiden. Dies reduziert das Risiko von Stromschlägen. Verwandte Begriffe: Erdung, Schutzleiter, Potentialsteuerung.
Häufige Fragen (FAQ)
- Was ist ein FI-Schalter und wie funktioniert er?
Ein FI-Schalter (Fehlerstrom-Schutzschalter) ist ein Schutzgerät, das bei Auftreten eines Fehlerstroms den Stromkreis unterbricht. Er misst die Differenz zwischen zu- und abfließendem Strom. Wenn diese Differenz einen bestimmten Wert (z.B. 30mA) überschreitet, löst der FI-Schalter aus und schützt so vor gefährlichen Stromschlägen. - Kann ich mehrere FI-Schalter hintereinander schalten?
Ja, es ist technisch möglich, mehrere FI-Schalter hintereinander zu schalten. Allerdings sollte dies nur unter Berücksichtigung der Selektivität geschehen, um im Fehlerfall nicht unnötig viele Stromkreise zu unterbrechen. Es ist ratsam, dies von einem Fachmann prüfen zu lassen. - Was bedeutet Selektivität bei FI-Schaltern?
Selektivität bedeutet, dass im Fehlerfall nur der FI-Schalter auslösen soll, der dem Fehlerort am nächsten ist. Dies wird durch unterschiedliche Auslöseströme und -zeiten der FI-Schalter erreicht. Eine gute Selektivität minimiert die Auswirkungen eines Fehlers auf andere Stromkreise. - Welche Risiken bestehen bei zwei FI-Schaltern in Reihe?
Das Hauptrisiko besteht in der fehlenden Selektivität. Im Fehlerfall können beide FI-Schalter auslösen, was zu einem unnötigen Ausfall von Stromkreisen führt. Zudem kann es schwierig sein, den Fehlerort zu identifizieren, wenn mehrere FI-Schalter auslösen. - Wie kann ich die Selektivität von FI-Schaltern sicherstellen?
Die Selektivität kann durch den Einsatz von FI-Schaltern mit unterschiedlichen Auslöseströmen und -zeiten erreicht werden. Der FI-Schalter, der dem Fehlerort am nächsten ist, sollte schneller auslösen als der nachfolgende FI-Schalter. Dies erfordert eine sorgfältige Planung und Abstimmung der FI-Schalter. - Was ist der Unterschied zwischen einem FI-Schalter und einem Leitungsschutzschalter?
Ein FI-Schalter schützt vor Fehlerströmen und somit vor Stromschlägen, während ein Leitungsschutzschalter vor Überlast und Kurzschlüssen schützt. Beide Schalter haben unterschiedliche Funktionen und ergänzen sich in der elektrischen Sicherheit. - Muss ein FI-Schalter regelmäßig geprüft werden?
Ja, FI-Schalter sollten regelmäßig geprüft werden, um ihre Funktionsfähigkeit sicherzustellen. Es wird empfohlen, den FI-Schalter mindestens halbjährlich durch Betätigen der Testtaste zu prüfen. Zudem sollte eine regelmäßige Überprüfung durch einen Elektrofachbetrieb erfolgen. - Was tun, wenn ein FI-Schalter ständig auslöst?
Wenn ein FI-Schalter ständig auslöst, deutet dies auf einen Fehlerstrom hin. In diesem Fall sollte man zunächst versuchen, die betroffenen Geräte zu identifizieren, indem man sie nacheinander vom Stromnetz trennt. Wenn der FI-Schalter weiterhin auslöst, sollte ein Elektrofachbetrieb zur Fehlerbehebung hinzugezogen werden.
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FI-Schalter: Selektivitätsprobleme bei Reihenschaltung – Risikoanalyse
Ja, aber nur in der Form,
dass sie höchstwahrscheinlich nicht selektiv sind - hier: Dampfdusche hat Fehler, beide FI lösen aus (oder nur einer von beiden, aber nicht klar, welcher).
Es gibt Ausnahmen (der Dampfduschen-FI hat nur 10 mA, dann kann es gut gehen, oder sie haben ein TT-Netz und der erste FI hat 300 mA), aber anhand der Frage nehme ich an, dass Sie das überfordert.
Gefahr besteht jedenfalls nicht. -
📌 Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge - Stand: 13.01.2026
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💡 Kernaussagen: Die Reihenschaltung von FI-Schaltern (Fehlerstromschutzschaltern) kann zu Problemen mit der Selektivität führen, wobei im Fehlerfall möglicherweise beide oder der falsche FI-Schalter auslösen. Eine Ausnahme besteht, wenn der nachfolgende FI einen deutlich geringeren Auslösestrom (z.B. 10mA) hat. Es besteht jedoch keine unmittelbare Gefahr durch die Reihenschaltung an sich. Die korrekte Funktion und die Auswirkungen auf die Sicherheit sollten von einem Fachmann überprüft werden.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Laut FI-Schalter: Selektivitätsprobleme bei Reihenschaltung – Risikoanalyse ist die Selektivität bei zwei FI-Schaltern in Reihe oft nicht gegeben, was bedeutet, dass bei einem Fehlerstrom beide oder der falsche FI auslösen können. Dies kann besonders problematisch sein, wenn der Haupt-FI unnötigerweise das gesamte Haus stromlos macht.
✅ Zusatzinfo: In bestimmten Konstellationen, wie z.B. bei einem TT-Netz und einem vorgeschalteten FI mit 300mA Auslösestrom, kann die Reihenschaltung von FI-Schaltern funktionieren. Ebenso, wenn der FI der Dampfdusche einen geringeren Auslösestrom hat (z.B. 10mA).
👉 Handlungsempfehlung: Um die korrekte Funktion und Selektivität der FI-Schalter zu gewährleisten, sollte ein Elektriker die Installation überprüfen. Er kann beurteilen, ob die vorhandenen FI-Schalter geeignet sind und ob alternative Lösungen, wie z.B. selektive FI-Schalter, erforderlich sind. Die Sicherheit der elektrischen Anlage sollte oberste Priorität haben.
Interne und externe Fundstellen sowie weiterführende Recherchen
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