1. Im Sekundärkreis würden neben den Fußbodenrohren noch einige Meter Steigrohre aus Stahl verbleiben. Der Sauerstoffangriff, bisher auf viele Meter Rohre und 6 Heizkörper verteilt, würde sich dann auf diese wenigen Meter Steigrohre konzentrieren, die nicht mehr ersetzt werden können. Nach Meinung von Fachleuten ist der Wärmetauscher deshalb nicht "sinnvoll" (Empfehlung zur Vermeidung von Korrosionsschäden in Warmwasser-Heizungsanlagen, Sanitär + Heizungsreport 3/92), ja sogar "Gift für die Anlage, Eisenanteil wird in kürzester Zeit durchrosten". Eine Alternative wäre, den Wärmetauscher direkt hinter den Heizkessel zu setzen, sodass Heizkörper und Fußbodenheizung wieder vereinigt sind und der Sauerstoff auf größere Eisenflächen verteilt wird.
2. Wenn edlere und unedlere Metalle im selben Wasserkreislauf sind, und das Wasser Sauerstoff enthält, ist eine "Element-Korrosion" möglich. Im Fall des Wärmetauschers sind seine Edelstahl- oder Messingflächen das edle Metall und die Eisenrohre als unedles Metall werden aufgelöst. Entionisiertes Wasser kann die Korrosion verlangsamen.
3. Ein Korrosionselement entsteht auch, wenn Rost auf dem Edelstahl oder Messing des Wärmetauschers zu liegen kommt. In diesem Fall ist der Rost das "edlere" und Edelstahl bzw. Messing das unedlere Element und es kann Lochkorrosion geben. Dieser Fall kann m.E. auch eintreten, wenn sekundärseitig alle Leitungen aus Messing oder Kupfer sind, aber noch alter Rost in der Fußbodenheizung verblieben ist, was nie ganz vermieden werden kann. Wer hat hier Erfahrungen gemacht, ist der Wärmetauscher wirklich so gefährlich, was ist zu tun?