Wir besitzen ein kleines Einfamilienhaus (7 Jahre alt), welches uns aber zu klein geworden ist. Nun ist der Wunsch ein neues größeres Haus zu bauen. Dieses Haus würde ca. 300 T€ kosten. Für mich als Laien bestehen jetzt prinzipiell zwei Finanzierungsmöglichkeiten:
1) Wir könnten versuchen unser jetziges Einfamilienhaus zu verkaufen, laut seriösem Makler könnte man es evtl. für ca. 275 T€ verkaufen. Der Markt ist aber ja momentan nicht so rosig, was Immobilienverkäufe anbelangt. Man müsste dann aber nur noch die fehlenden 25 T€ finanzieren, was natürlich überhaupt kein Problem wäre. Allerdings befürchte ich, dass ich das Haus momentan zu einem relativ geringen Preis, verglichen mit dem tatsächlichen Wert, verkaufen würde.
2) Die zweite Variante wäre die Vermietung des jetzigen Hauses und die Mieteinahmen zur Finanzierung des neuen Objekts zu verwenden. Die Mieteinnahmen würden sich, laut Mietspeigel auf ca. 900 € / Monat belaufen. Auch wäre es momentan überhaupt kein Problem einen Mieter zu finden. Mit 900 €/Monat könnte man ja schon 200 T€ finanzieren. Die Finanzierung der restlichen 100 T€ würde mit ca. 450 €/Mon zu Buche schlagen. Diese Belastung wäre für uns durchaus tragbar. Mir erscheint diese Variante wegen des historisch tiefen Zinses durchaus möglich, trotzdem "quälen" mich noch einige Fragen:
- Das zweite Objekt wird ja praktisch zu 100 % finanziert (Ja - oder kann ich das "alte" Haus irgendwie als Eigenkapital mit einrechnen). Von der 60 % Beleihungsgrenze sehe ich weniger Probleme weil ja beide Grundstücke + Häuser dann in unserem Eigentum sind. Ist es aber sinnvoll, so hoch zu finazieren - verdient da am Ende nicht nur die Bank?
- Wäre es geschickter unser kleines Häuschen zu verkaufen, relativ wenig Finanzierungsbedarf für das neues Objekt zu haben, sorgenfrei schlafen und "Gut is"
- Oder sollte man den niedriges Zins mitnehmen und versuchen das alte Objekt zu erhalten, da es ja im Wert steigen wird.
- Wie sieht es denn im Mietfall nach Ablauf der Zinsbindung aus, Es wird ja noch eine zeimliche Restschuld bestehen, weil man ja 300 T€ finanzieren musste. Gesetz dem Fall, der Zins befindet sich dann wieder mal bei 8 %, kann man davon ausgehen, das auch die Mieten dann um diesen Wert gestiegen sind? Oder laufe ich Gefahr, nach Ablauf der Zinsbindung in eine "Finanzierungsfalle" zu laufen?
Ich weiß es sind viele Fragen und am Ende spricht die Bank das letzte Wort, aber nur mal so mit ihrer Erfahrung betrachtet? Was ist sinnvoller, oder empfehlenswerter?
Vielen leiben Dank erstmal
Martin