Hallo,
habe mir heute mal ein paar Angebote machen lassen. Würde gerne eure Meinung dazu hören (pro&contra).
Angebot 1 LBS:
Vorfinanzierungskredit über 130000 € -Auszahlung 100 %-
Vorfinanzierung bis Zuteilung: 7J/5 Monate eff: 4,02 % - fest -
Darlehen: 10J/5 Monate eff: 5,02 % - fest -
Monatliche Belastung: 1-8 Jahre = 687 €, Rest = 780 €
Gesamtlaufzeit: 17 Jahre 10 Monate.
Gesamtaufwendungen: 167.656,96 €
Sondertilgung jederzeit möglich
Angebot 2 BHW
Vorfinanzierungskredit über 130000 € - Auszahlung 100 % -
Vorfinanzierung bis Zuteilung: 10 Jahre eff: 4,40 % - fest -
Darlehen: 9 Jahre eff: 4,31 % - fest -
Monatliche Belastung: 1-10 Jahre = 700 €, Rest=780 €
Gesamtlaufzeit: 19 Jahre
Gesamtaufwendungen: 169.207,71 €
Sondertilgung jederzeit möglich
Angebot 3 Schwäbisch Hall
Vorfinanzierungskredit über 130000 € - Auszahlung 100 %-
Vorfinanzierung bis Zuteilung: 8 Jahre eff: 4,35 % - fest -
Darlehen: 9 Jahre / 8 Monate eff: 4,38 % - fest -
Monatliche Belastung: 1-8 Jahre = 755,42 €, Rest=756 €
Gesamtlaufzeit: 17 Jahre / 8 Monate
Gesamtaufwendungen: 162.460,32 €
Sondertilgung jederzeit möglich
In allen 3 Angeboten ist die Eigenheimzulage und das Baukindergeld mit einbezogen (26.587,18 &euro😉.
MfG: Alex Vogt
Welches Modell würdet ihr bevorzugen?
BAU-Forum: Baufinanzierung
Welches Modell würdet ihr bevorzugen?
-
alle drei
-
Vorschläge?!
Schade, ich dachte das die Finanzierungsvarianten nicht übel seien. Was ist denn das schlechte daran? Welche Finanzierung ist die günstigere Alternative bei einem niedrigen Zinssatz über die gesamte Laufzeit?
Alex Vogt -
lieber
-
Uns nützen die Modelle nix
Sie müssen entscheiden, welches besser zu ihnen passt.
Die Effektivverzinsung nützt Ihnen auch nichts, wenn die Abschlussgebühr nicht mit drin ist.
Und zum Thema Bausparen die Suchmaschine bemühen. -
"Suchmaschine: Bausparvertrag"=98 %negative Meinungen
Guten Morgen
Zur Frage von Hr Kaehler: "wo ist denn das geplant? ". Verstehe die Frage nicht so ganz. Meinten sie das Bauvorhaben? Gebaut wird in Hessen.
Hr. Witzgall: in den Angeboten sind sämtliche Kosten enthalten, auch Abschlussgebühren. Durch die Suchmaschine lese ich mich schon ein paar Tage. Fast immer mit dem gleichen Ergebnis: Bausparverträge sind, wenn man sie vorfinanzieren muss, zu teuer. Kann mir denn niemand mal ein realistisches Beispiel nennen wie meine Finanzierung günstiger aussehen könnte als mit einem BSV?
MfG Alex Vogt -
Eigenes Sicherheitsbedürfnis abwägen
Hallo Herr Vogt,
nach den vielen Beiträgen hier im Forum (vor allem von Herrn Kähler und Herrn Witzgall) konnte ich es auch nicht so recht glauben, dass die Bausparfinanzierung die günstigste Variante sein könnte und habe das natürlich eingehend hinterfragt.
Letztendlich haben wir auch die Variante der Schwäbisch Hall gewählt. Vorteil: Die Kosten stehen von Anfang bis Ende exakt fest. Zusätzlich ist das Darlehen ab Zuteilung (nach der Ansparphase) schon durch eine Risikolebensversicherung mit abgedeckt, sodass ab diesem Zeitpunkt weitere Sicherungsmaßnahmen eingespart werden können.
Zugegebenermaßen verdient unser Bankberater an der Provision. Aber wie auch Sie schon schreiben, sind diese Nebenkosten in den von Ihnen aufgeführten Endkosten schon komplett enthalten.
Weiterhin haben Sie kein Zinsrisiko, die Kosten sind über die Gesamtlaufzeit (und das sind bei uns noch deutlich mehr als 17 Jahre) festgeschrieben. Ein Annuitätendarlehn bekommen Sie für maximal 10 - 15 Jahre festgeschrieben, danach können Sie nur eine Zinsschätzung durchführen. Und hier kommt das eigene Sicherheitsbedürfnis ins Spiel.
Mutige Naturen werden hier vielleicht weiter mit einem Zinssatz von 5 % kalkulieren. Das KANN genauso gut gehen wie eine Fondsfinanzierung, MUSS es aber nicht. Ich liebe keine Überraschungen.
Weder bei der Fondsfinanzierung noch bei einem über begrenzte Laufzeit festgeschriebenen Annuitätendarlehn kennen Sie jetzt schon die exakten Endkosten und können diese dementsprechend auch nicht zum Vergleich heranziehen.
MfG
U. Wahrmann -
andere Betrachtungsweise ...
Hallo Herr Kaehler,
natürlich spielt auch Ihre persönliche Situation eine Rolle (kleine Kinder? oder schon fast Rentner?)
Folgendes Beispiel habe ich für Sie (mit meinem selbstgeschriebenen Programm, mit dem ich unsere Finanzierung durchgerechnet habe) errechnet:
Annunitätendarlehen 4,8 % 1,5 % Tilgung über 130.000 € (10 Jahre Bindung)
Sondertilgung 3323,40 € nach 12 Monaten insg. 8 Jahre lang (Bauförderung), aushandeln können Sie leicht bis zu 5 % der Kreditsumme=6500 EUR/Jahr
Monatliche Belastung: 682,50 EUR
Restschuld inkl. Baugeld nach 10 Jahren: 70.367 €.
Wenn Sie die Bausparabschlussgebühr (2 % von 130000 EUR=2600 EUR) gar nicht erst in Anspruch nehmen, also der Kredit nur 127.400 € beträgt, dann beträgt die Restschuld nach 4 Jahren nur 66.169 €.
Wie geht's weiter:
Szenario 1: Hochzinsphase: 10 % Zinsen und 2 % Tilgung
=>703 EUR/Monat fertig nach weiteren 18 Jahren. ABER: Hochzinsphasen sind auch Phasen hoher Inflation, die Rate entspricht von Ihrem Lohn her nicht mehr dem, was wir heute unter 703 € verstehen und nach weiteren 10 Jahren schon gar nicht.
Szenario 2: Niedrigzinsphase: 5 % und 2 % Tilgung
=>410 EUR/Monat
deutlich weniger, Ihre Frau verdient inzwischen? Sie sind befördert? Erbschaft bekommen?
Ich persönlich - meine ganz eigene Meinung - würde die Finger von zu langen Finanzierungen lassen (zu kurz bringt natürlich auch nichts). Die Banken wissen auch nicht, was in 10 Jahren ist und werden sich das natürlich honorieren lassen. Der Bausparberater möchte gerne seine Provision und allse wollen nur IHR BESTES! Nämlich Ihr Geld.
Mit freundlichen Grüßen
Petra Schröder -
Inflation <> mehr Geld?
Hallo Frau Schröder,
Inflation bedeutet zunächst einmal Preissteigerung, d.h. die allgemeinen Lebenshaltungskosten steigen. ob die Lohnentwicklung diesem Trend folgen kann, liegt i.A. am Verhandlungsgeschick der Gewerkschaften. Erfahrungsgemäß hinkt die Lohnentwicklung der Inflationsrate hinterher.
Damit ist Ihr Szenario 1 m.E. nicht stichhaltig entkräftet.
In Szenario 2 stecken zu viele optimistische Annahmen, die wieder die Gefahr unliebsamer Überraschungen bei Nichteintreffen beinhalten. Nicht mein Ding, aber das muss jeder für sich persönlich entscheiden. -
Laien-Senf dazugeb
Also.
Bei diesen Zinsen würde in jedem Fall mind. 50.000-75.000 auf 15 oder 20 Jahre festmachen. Die Tatsache, das die Zinsbindung für den Kreditnehmer nach 10 Jahren endet, ist eine tolle Sache.
Das Ganze so gestalten, dass es der bisher bezahlten Miete (?) entspricht, und gut is.
@experts: Sorry für den Laieneinwurf -
BSV Vorfinanzierung (neuvertrag)
alleine durch die entgangenen guthabenzinsen (angenommen 4 %) während der ansparphase, die Abschlussgebühren und andere kosten bedeuten bei einem Bausparvertrag eine tatsächliche effektive Verzinsung des bauspardarlehns, bei jetzigem zinsniveau und einer Anlage des Geldes in eine 7 %igen Anlage, von ca. 11,5 bis 15 %. mathematisch gesehen ist das so mit der schlechteste weg wie man finanzieren kann. bekommt man die staatliche Förderung nicht und rechnet mit einer Anlage des sparbeitrages in eine 9 % ige Anlage, so geht die Rechnung Richtung wucher.
übrigens gibt es Banken, die auch die Gesamtlaufzeit festschreiben oder länger als 15 Jahres Zinsvereinbarungen treffen.
jedenfalls einen bsv neu abzuschließen, diesen bis zur Zuteilung vorzufinanzieren ist ganz sicher kein königsweg der Finanzierung, sondern eine Geldvernichtungsmaschine. -
Die Finanzierung vor der Finanzierung ist die Vorfinanzierung
wer sich damit auseinandersetzt muss doch irgendwann mal fragen, ob es Sinn macht, eigenes Kapital, welches mir sofort zur Verwendung/Verfügung steht in einen Vertrag einzubringen. Dann mache ich einen (Kredit) -Vertrag mit einem höheren Zins, um mein eigenes Kapital wieder zu erhalten.
Eine Sichtweise die auch immer noch übersehen wird:
Der klassische Bausparkredit ist in ca. 11 Jahren zurückgezahlt.
Wer nun vergleichen will, soll dieses Geld, welches er als Fremdkapital benötigt (nicht auch noch sein eigenes Kapital dazuzählen) innerhalb von 11 Jahren tilgen. Noch unsinniger ist es natürlich, den für den Bausparvertrag erforderlichen Eigenkapitalanteil (IMHO in unzähligen, absichtlich-unübersichtlichen Tarifen) ebenfalls als Kredit aufzunehmen.
Wer also den Umweg über den Bausparvertrag nicht macht, ist bei gleichem Tilgungssatz auch in 11 Jahren fertig.
Der Vergleich muss also heißen:
Bausparer: Ansparphase/Wartezeit (?) + Tilgungsphase 11 Jahre
gegen
z.B. Annuitätendarlehen in 11 Jahren getilgt.
Für die Eingangsfrage ist mir bis jetzt der tatsächliche Kreditbedarf nicht klar. Wenn von Vorfinanzierungssumme geredet wird, dann beinhaltet dies ja auch mein eigenes Kapital.
Natürlich ist bei einer hohen Tilgung die monatliche Belastung auch entsprechend hoch. Das ist halt nun mal mathematisch bedingt und hat nichts mit womöglich weniger caritativen Finanzierern zu tun.
In vielen derzeitigen Fällen wird aber Bausparen auch als Instrument gewählt, wenn die persönlichen finanziellen Verhältnisse etwas eng sind, bzw. die Sicherungsmöglichkeiten nicht ganz so toll ausschauen. Weiter ist es bei den Banken sehr beliebt, da einmal ein schönes Zubrot (Provision) gleich eingesackt werden kann (den Kunden erzählt man ja, dass die Beratung völlig kostenlos wäre) andererseits kann die Bank sich schön an die erste Rangstelle hocken, da die Bausparkasse sich mit dem Zweiten begnügt.
Wer Bausparen in der Form der "Vorfinanzierung" wirklich toll findet, der soll es auch tun.
Was macht es aber für einen Sinn, wenn hier Fragen eingestellt werden, wo der Eindruck entsteht, dass der Fragesteller gar keine fremde Meinung dazu hören will, sondern die Bestätigung, wie toll er das doch gemacht hätte. -
Frage sollte keinen falschen Eindruck erwecken
Danke erstmal für eure bisherigen Meinungen/Anregungen.
Wir brauchen keine Bestätigung weil wir noch keinen Vertrag unterschrieben haben. Sorry, wenn dies den Anschein erweckte. Vielleicht sollte ich mal den genauen Sachverhalt unserer Situation darstellen:
Wir (34j+34j+3j) wollen an unser geerbtes Einfamilienhaus anbauen. Das Haus ist Schuldenfrei, Wert ca. 150.000 €. Baugenehmigung wurde erteilt. Wir wollen fast alles in Eigenleistung bauen. Hierfür hat unser Architekt eine Kostenzusammenstellung mit Eigenleistung in Höhe von 145.000 € errechnet. Unser Eigenkapital in Höhe von 15.000 € haben wir schon eingebracht (Architekt, Notar, diverses Baumaterial). Somit brauchen wir ein Darlehen über 130.000 €. Ist unter diesen Voraussetzungen eine Vorfinanzierung über BSV oder Annuitätendarlehen sinnvoller. Die in der Ausgangsfrage dargestellten Angebote beinhalten sämtliche Kosten (Schätzkosten, Bereitstellungszinsen, Kontoführungsgeb. usw.).
Hoffe ihr könnt hiermit mehr anfangen.
MfG Alex Vogt -
Nachtrag zu 12.------ TA-Darlehen ...
Nachtrag zu 12.------ TA-Darlehen TilgungsaussetzungsDarlehen oder auch KonstantDarlehen nennen sich solche Verträge (glaube ich). Ich erhalte also ein TA-Darlehen über 130000 € (100 % Auszahlung) mit einem festgeschriebenem Jahreszins von eff. 4,35 %. Nach 8 J. wird das TA-Darlehen mit der Zuteilung des Bausparvertrages abgelöst. Für die nun dauernde Tilgung (9J/8 M) wird auch dieser Zins jetzt schon festgeschrieben mit eff. 4,38 %. Die Summe der Kosten aus TA-Darlehen und BSV würden 56662,65 € betragen, bei gleichbleibender mon. Rate von 755,42 € über die komplette Laufzeit von 17J/8 M. Ist das denn soviel schlechter als mit einem Annuitätendarlehen? Schließlich haben wir doch die Zinssicherheit über die komplette Laufzeit. Wir bitten um eure Meinungen, weil wir bei der ganzen Sache einfach keinen genauen Durchblick haben. Hoffe das nervt nicht?!
MfG Alex Vogt -
also wenn ich nicht falsch
rechne, dann bezahlen sie alleine Aufgrund ihrer monatlichen rate ca. 160 Tsd plus ehz 26 Tsd = 186 Tsd in knapp 18 Jahren.
ob die Zuteilung dann so kommt wie versprochen ist noch eine ganz andere frage, denn diese Auskünfte sind und dürfen nur unverbindlich sein. wenn ihnen jemand einen Zuteilungszeitpunkt zusagt, schmeißen sie ihn gleich raus.
sie haben glaube ich noch einen ziemlichen bedarf an Beratung, nicht einseitig zur Bausparkasse rennen, nur weil da das Wort bau mit drin ist. -
Weiteres Problem bei TA/BSpK-Finanzierung
Hallo Herr Vogt,
ein großes Problem liegt in der mangelnden Flexibilität des Bausparkassenmodelles. Sollte innerhalb der ersten acht Jahre etwas an der alten Haushälfte zu reparieren sein, oder sich die erste Mucke an der neuen zeigen, so müssen Sie das auf alle Fälle über einen weiteren Kredit finanzieren (klein und daher i.R. mit hohen Kosten verbunden). Haben Sie ein Annuitätendarlehen, so können Sie durch Aussetzen der Sondertilgung das finanzielle Problem verschieben.
Aber wenn die Ansparrate auf das BSpKonto nicht exakt so hoch wie berrechnet ausfällt, ist später nichts mehr mit Kredit, den Sie aber nach Ablauf des tilgungsfreien Darlehens unbedingt brauchen.
Mit freundlichen Grüßen -
Alternative
Hallo Herr Voigt,
Gehen Sie doch mal zu einer Bank, fragen Sie welche Kreditsumme Sie bekämen, wenn Sie in 17 Jahren und 8 Monaten das Darlehen mit monatlich 755,42 Euron komplett abbezahlen, den Zins über die gesamte Laufzeit festgeschrieben haben und (das ist jetzt nicht ganz klar) die Eigenheimzulage mit einbringen wollten.
Es bringt nichts nur BSK-Angebote zu vergleichen. Sie haben doch auch nach dem Vergleich zum Annuitätendarlehen gefragt. Bitte dann auch konkrete Angebote zu Annuitätendarlehen anfordern.
Viele Grüße -
Werde nochmal ...
ein paar Angebote reinholen auch Annuitätendarlehn und diese dann vergleichen lassen. Vielen Dank für eure Mühe und Geduld.
MfG Alex Vogt
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