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Estrich und Bodenbeläge

Estrich/Betonboden lässt Edelstahl, Stahl in kürze extrem rosten + Gesundheitsbeschwerden

Hallo liebe Profis,

in der Firma in der ich arbeite wurde ein Teil-Neubau erstellt in den wir vor genau einem Jahr mit unserer Abteilung eingezogen sind.

Seit dem häufen sich die Gesundheitsbeschwerden aller dort arbeitenden Mitarbeiter und durch einen alles abstreitenden nicht kooperativen Chef gibt es nur Konflikte und weitere Probleme.

Kurz zu den auftretenden Beschwerden die 100% mit dem Neubau in Zusammenhang bestehen, da kein Mitarbeiter vorher diese Probleme hatte und sie direkt oder kurz nach dem Einzug entstanden

  • häufiges Nasenbluten
  • komplett trockene Nasenschleimhaut, ständiges Naseputzen und blutigen Schleim
  • permanent die Nase zu wie bei einer Erkältung
  • allgemein viel Erkältungsanfälliger
  • Kopfschmerzen
  • vermehrtes durstgefühl
  • trockene Lippen
  • brennende Augen
  • chronische Nasennebenhöhlenentzündung

Zur Räumlichkeit.

Es ist ein Gebäude/Stock/Raum mit Betongrundgerüst, Außenwänden aus Blechhohlkammerwandtafeln, Betondecke und einem grauen Estrichartigen aber komplett spiegel glatten grauen Boden(saugt Wasser auf).

Aus unserer Sicht geht es um letzteres, den Fußboden.

  • An Stellen hinter offenen Türen verfärbt er sich weiß, als wenn etwas ausgast oder austritt
  • der Boden lässt alles rosten was mit ihm in Kontakt kommt, von Edelstahl(was nach einem Monat komplett braune Brotkruste ansetzt) über lackierte Stahlfüße, Türrahmen, Stahlplatte/Einfassung vorm Aufzug, Fließenumrandungsleiste aus Edelstahl, Bodenleiste eines Rolltores, alles innerhalb von kürzester Zeit extrem angerostet
  • der Boden ist trotz saugen, kehren und mit Nassreinigungsgerät reinigen nach kürzester Zeit ohne Beanspruchung wieder mit grauem feinsten Staub von sich selbst bedeckt wenn man mit der Hand drüber fährt

Geräte mit blankem Stahl die am letzten Aufstellungsort in 10 Jahren nicht rostig wurden sind jetzt nur durch die Luft/Staub im Neubau rostig braun ohne Bodenkontakt

Im letzten Winter betrug die Luftfeuchtigkeit im Raum zwischen 20-22%(das ist ein bedenklicher Krankhafter wert) trotz geringer Heizleistung und permanentem lüften

Die Beschwerden bestehen jetzt aber den ganzen Sommer über bei mehr Luftfeuchtigkeit(35-45%), weshalb dies nicht das Problem sein sollte.

Meine Frage ist nun, da es vom Chef aus keine Information über den verwendeten Fußboden gibt, ob sich hier jemand auskennt oder so einen agressiven Boden kennt oder weis was mit diesem Fußboden los ist

Da er derart heftig auf Stahl reagiert und permanent selbst Staub abgibt der beim umher laufen aufgewirbelt wird ist er aus unserer Sicht definitiv für die Gesundheitsprohbleme zuständig

Die andere Frage ist, wer und warum wird so ein Boden überhaupt hergestellt bzw. verwendet wenn er selbst alles im Gebäude zerstört?

Bedanke mich schonmal für Antworten

Name:

  • Edgar
  1. vorschnelle Verurteilung

    1. Über welche Art Arbeitsstätte reden wir? Büro, Fabrikation, Lager etc.
    2. Wie werden die Räume beheizt und belüftet?
    3. Sofern es sich in Teilbereichen um Büros handelt: Haben Sie schon mal über das Aufstellen von Luftbefeuchtern nachgedacht, um der zugegeben sehr niedrigen rel. Luftfeuchte entgegen zu wirken?

    Ihre Baubeschreibung klingt nach Fabrikations- oder Lagerhalle. Sofern der Estrich (Zementestrich) staubt bzw. staubigen Abrieb aufweist, sollten dessen Oberfläche evtl. versiegelt bzw. imprägniert werden.

    Bei den lokal in Randbereichen auftretenden Ausblühungen handelt es sich vermutlich um Salze, die auf lokale Durchfeuchtungen des Estrichs hinweisen. Ein "Ausgasen" giftiger Stoffe würde ich darin noch nicht vermuten.

    Ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen - aber da hat sich wohl die Stimmung etwas "hochgeschaukelt".
    Über wie viele Arbeitnehmer in diesem Gebäude reden wir hier und wie viele davon zeigen tatsächlich in ausgeprägtem Maße die von Ihnen beschriebenen Symptome?

    Das Problem ist wohl eher die extrem trockene Luft verbunden mit dem feinen Staub der Estrichoberfläche.

  2. vielfältige Ursachen

    Da muß ein Fachmann ran, den der Chef bezahlen muß. Ist er nicht kooperativ, dann hilft nur eine Anzeige bei der Verwaltung-Berufsgenossenschaft in Hamburg. Vorsicht, es besteht Entlassungsgefahr, deshalb sollte das ein ausgeschiedener Mitarbeiter machen. Hinweise auf Dauerschaden einer Berufskrankheit lässt die blitzartig tätig werden. Es erfolgt dann eine Prüfung der Arbeitsstätte. Haben sie im Betrieb einen Beauftragten für Arbeits- und Gesundheitsschutz? Der kann ohne Gefahr innerbetrieblich tätig werden. Ach ja, das Amt für Arbeitsschutz wäre auch eine gute Hilfe.

    Name:

    • Klaus Kirschner
  3. Betriebsrat

    Wenn vorhanden den Betriebsrat einschalten, sonst Betriebsarzt, Berufsgenossenschaft oder Amt für Arbeitsschutz. Stellt sich der Chef denn taub, was genau wird denn hier gearbeitet und wie groß ist die Bude?

  4. Schade

    da haben wir den Fragesteller mit unseren nüchternen Einschätzungen und Handlungsempfehlungen offenbar verschreckt oder verärgert und er antwortet nun gar nicht mehr.

  5. einfach

    mal das Amt für Arbeitsschutz informieren.

  6. danke für die Antworten, @Uwe Tilgner Es handelt ...

    ... danke für die Antworten,

    @Uwe Tilgner

    Es handelt sich um einen kleinen Büroraum + größeren Werkstattbereich

    Die Räume(5) sind mit einer Außenluftansaugung/Klimatisierungs/Heizungsanlage gesteuert(vom Chef aus) so dass immer zwischen 20-22Grad bestehen

    Bezüglich Luftbefeuchtern, das wurde schon angesrochen aber abgelehnt. Eine Befeuchtungsintegration direkt ins System würde ggf. zu Schimmelbefall und anderen Problemen führen war die Antwort, von uns zum Test auf die Heizkörper gestellte Wassergefäße brachten keine Luftfeuchtigkeitsveränderung(gemessen)

    Hochgeschaukelt hat sich da gar nichts. Es sind fest vorhanden 4 Leute die noch nie eine trockene Nasenschleimhaut und Probleme damit hatten. Alle hatten schon HNO Kontakt und nehmen Medikamente/Sprays ein und sind bezüglich Arzt auf der Suche woran es liegt, da erstmal das Standardprogramm Allergietest und versuchen die Schleimhaut wieder zu regenerieren gefahren wird.

    In den vergangenen Wochen arbeiteten kurzfristig auch 2 andere Mitarbeiter bei uns mit, die ohne Information von uns und Vorabwissen nach wenigen Tagen auch über trockene Nase usw. berichteten....

    @Klaus Kirschner

    bisher haben wir neben dem Chef selbst und unserem Vorgesetzten den Qualitätsbeauftragten der sich auch um Arbeitsschutz usw. kümmert informiert. Es wurden Informationen zu unseren Beschwerden gesammelt und dem Chef vorgelegt.

    Mit der Begründung der Boden wäre natürlich und das weiße wären nur Salze und sonst gäbe es kein Problem wurde das ganze beantwortet.

    Deshalb auch mein Thema hier, um eventuell mehr über den Boden zu erfahren, da die extreme Stahlrostung mit Bodenkontakt die noch niemand von uns wo anders gesehen hat doch auf irgendetwas reagierendes hinweisen müsste

    @Karsten Zänkert
    Betriebsrat ist vorhanden, Chef stellt sich relativ quer, da es seit dem Neubau und Bezug dessen noch andere Probleme gibt die unerträglich und mit Kosten verbunden sind, das ist aber ein anderes Thema, sollte aber zu verstehen geben, dass relativ dicke Luft herscht aktuell.
    ca. 80Mitarbeiter, aber nur eine Hand voll im Neubau

    Also im Grunde sind wir eben kurz gesagt gerade am Punkt selbst Informationen zu sammeln bezüglich des Bodens. Die Luft ist zwar trocken gewesen im Winter, allerdings haben wir die Feuchtigkeitsmessgeräte zum gegentesten im Altbau aufgestellt wo wir seit 10 Jahren keine Probleme hatten und die Werte waren genau gleich. Auch hat jeder die Geräte schon mit heim genommen um zu sehen wie es da aussieht. Es waren je nachdem ca. 10-15% mehr Luftfeuchtigkeit vorhanden als auf Arbeit, das ist jetzt kein riesen Unterschied und wie gesagt, in den alten Räumen bestand das Problem nicht bei gleicher Trockenheit.

    Somit würden wir das Thema trockene Luft eigentlich ausschließen. Auch die im Sommer dazuschaltende Klimaanlage kann nicht das Problem sein, da diese 1. im Winter nicht an ist(und die Probleme im Herbst/Winter begonnen haben) und 2. unsere alte Räumlichkeit auch im Sommer stark klimatisiert war und niemand hatte Probleme.

    Ansonsten gibt es außer Betonwände mit weißer Wandfarbe(da riecht nichts) eben nur den Fußboden.

    Und bezüglich Arzt, laufen gerade bei 3 Leuten noch die Tests mit Spray und Medikament ob es sich bessert bzw. bei Absetzen wieder verschlechtert, weshlab wir noch ein Paar Wochen warten müssen bevor wir richtig in Aktion treten.

    Name:

    • Edgar
  7. Bauprodukte

    Es gibt in jeder Landesbauordnung einen Abschnitt über Bauprodukte und deren Verwendbarkeit. Danach muß die Eignung nachgewiesen werden. Das könnte ein Ansatzpunkt sein, die Ursachen herauszufinden. Die einfachste Möglichkeit wäre ein anderer Arbeitsplatz.

    Name:

    • Klaus Kirschner

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