ich habe schon viele Beiträge zum Thema Parkett und Fußbodenheizung gelesen, aber fast ebenso viele unterschiedliche Meinungen, eine Antwort auf meine speizelle Frage eigentlich gar nicht. Ich war natürlich auch schon auf den Seiten von Herrn Ries, vielen Dank an dieser Stelle für die wirklich ausführlichen Informationen.
Dennoch bin ich unschlüssig.
Folgendes:
Wir haben ein gebrauchtes Haus gekauft. Im EGAbk. ist alles gefliest mit Fußbodenheizung, kein Keller, da das früher mal eine Scheune war (wurde 1993 komplett neu aufgebaut). Zumindest im Wohnbereich (ca. 35 m²) wollen wir die Fließen heraus reißen und durch Parkett ersetzen. Dazu haben wir mit verschiedenen Parkettlieferanten/verlegern gesprochen, wobei sich in etwa folgende 2 Varianten herauskristallisiert haben:
VARIANTE 1 (Vorschlag eines Anbieters):
- 14 mm Landhausdielen massiv (wir wollen Dielen, kein Schiffsparkett), Eiche Rustikal, geschliffen, 4 seitig gefast und geölt, 110 mm x 14 mm, Nut und Feder
Eine Phase finden wir erstens optisch ansprechend, zweitens würde eine Fuge, deren Entstehung ja nun anscheinend nicht gänzlich auszuschließen ist, nicht so auffallen. Auch kleine Höhenunterschiede wirken sich nicht so stark aus.
- Parkett wird vollflächig verklebt. Klebstoff: Stauf - WFR -T
Kleben macht bei Fußbodenheizung aus mehreren Gründen wohl Sinn (Reduzierung Fugenbildung - besserer Wärmeübergang). Was mir nicht gefällt ist die Auswahl des Klebers, der ist nämlich mit Lösungsmitteln!
FRAGE: Da kann man doch sicher auch Dispersionskleber ohne Lösungsmittel nehmen, zumal Eiche ja eine Holzsorte ist, die relativ weniger "arbeitet" als andere. Oder könnte es einen Grund geben, warum ein lösungsmittehaltiger Kleber unbedingt verwendet werden muss?
- Ein professioneller Parkettverleger hilft zu Beginn so ca. 1 Stunde, um mir das richtige Verlegen zu zeigen, und die ersten Reihe (n) zu fixieren. Den Rest mach ich dann selber. Denke ich mal optimistischerweise ...
VARIANTE 2:
- Man nehme ein Haro Fertigparkett (Parkett 4000 Stab Toscana), Eiche, 13x120x996 mm, mit Längsphase
.- "irgendein" geigneter Parkett-Dispersionskleber zum vollflächigen Verkleben. Kann man zwar auch leimlos verlegen, aber wegen Formstabilität und Wärmeübergang halt besser doch kleben (oder?).
Jetzt meine Frage, die sich für mich bisher nicht geklärt hat.
Was ist jetzt "besser"/"unkritischer" (haltbarer, formstabiler, bildet weniger Fugen, bessere Wärmeleitfähigkeit, usw.): Massive Eichendielen, vollflächig verklebt, oder so ein Fertigparkett ala Haro, das ja so einen kreuzverleimten Unterbau hat, der, so mein Laiengedanke, dadurch vielleicht doch weniger "arbeitet" als massives Parkett? Wohlgemerkt, Eichen-Parkett!
Preislich liegen zwischen beiden Varianten keine Welten, sodass der Preis kein ausschlagebendes Argument für eine bestimmte Variante wäre.
Vielleicht wäre so ein Haro Parkett durch das Klicksystem auch fehlertoleranter bzgl. Verlegung als ein "normales" Nut und Feder System?
Datürlich sagt der Händler für Variante 1, dass massives EICHEN-Parkett problemlos wäre (soweit man das von Holzparkett überhaupt sagen kann). Gilt das aber vielleicht nur, wenn ich lösungsmittelhaltigen Kleber verwende (klebt der "besser"?)?
KLeiner Nachschlag:
Im OGAbk. (keine Fußbodenheizung, ca. 85 m²) denke ich auch an so ein HARO Parkett (Schiffsboden Eiche 13x180x2200-Terra-Öl/Wachs). Das kann man ja schwimmend verlegen (weniger Chemie als Kleben).
Auch hier ergeben sich (mind.) zwei Alternativen:
Nehme ich z.B. das Parkett ohne "Silent Pro" (eine fertige Kautschuk-Dämmschicht) und verlege lieber als Unterlage Rollkork als Dämmung, oder eben gleich das Parkett inkl. dieser Dämmung? Spart natürlich ein bisschen Arbeit und unter'm Strich kostet es auch nicht so viel mehr. Hat schon jemand Erfahrung mit diesem HARO "Silent Pro" gemacht?
Viele Fragen, hoffentlich ebenso viele Antworten!
Vielen Dank im Voraus an alle.
Hans Birnstiel