Nachdem ich heute aber mal oben war, habe ich festgestellt dass das nichts wird. Es gibt keine ebene Fläche, sondern ein wüstes Durcheinander von Lattungen, die es unmöglich machen, etwas flächig zu verlegen.
Der Aufbau sieht so aus, dass man von oben (also vom Dachboden aus) zunächst die Spanplatten sieht, die man auch von unten (Wohnraum) an der Decke sieht. Darauf liegen im ca. 60 cm Abstand Dachlatten, 4 cm hoch und 6 breit. Quer dazu dicke Balken, die im Abstand von ca. 1,20 m (konnte nicht messen, da man den Dachboden nicht betreten kann) etwa 2 cm über diesen Latten schweben. Die müssen ja irgendwo festgemacht sein, man erkennt aber nix, da überall Haufen von Mineralwolle herumliegen. Diese Balken sind 11 cm dick.
Quer durch den Raum verlaufen weitere Balken, sodass man in der Mitte, wo das Dach am höchsten ist (ich kann gerade aufrecht dort stehen, bin 1,65 m) nicht einmal entlang gehen kann, weil alle Meter ein Pfosten steht. Man kann auch nicht links oder rechts daran vorbeigehen, da weitere Bretter im Weg sind (siehe Foto).
Es ist also unmöglich, sich dort gehend zu bewegen, allenfalls krabbeln kommt in Frage. Ebene Flächen gibt es nicht, die Mineralwolle liegt in Haufen herum, da sie von Tieren weggebuddelt und angehäuft wurde. Wie dick die derzeitige Dämmung ist, kann man nur raten, da sie vollkommen zerfleddert ist.
Ich hatte es mir nun so gedacht: zwischen die 4 cm dicken Latten kommt Holzweichfaser (flexibel), darüber in den 2 cm Zwischenraum eine 2 cm dicke feste Holzweichfaserplatte (eigentlich ist die für Bodendämmung gedacht). Die dicken Balken würde ich dann bis Oberkante auffüllen mit 5+6 cm zweilagiger Holzweichfaserschicht und darüber eine druckfeste Steinwolleplatte in 8 cm Dicke. Damit komm ich fast auf den geforderten Dämmwert. Zum Verlegen der Dämmung und späteren Kontrollgängen will ich hier und da ein paar Baubretter über die dicken Balken legen, denn nur die tragen etwas Gewicht. Ein flächiger Aufbau mit Estrichelementen oder Ähnlichem kommt nicht in Frage, da diese dann ja in der Mitte durchbiegen würden (kommt ja nur alle Meter mal so ein dicker Balken). Derzeit kann man sich nur über den Dachboden bewegen, indem man über die 10 cm schmalen Balken balanciert. Auch das hat der Handwerker nicht miteinberechnet.
Lose Mineralwolle oben möchte ich nicht mehr, da sie nur wieder als Nistbaumaterial dient und zerfleddert wird. Holzweichfaser weil diffusionsoffen. Eine Folie kann ich doch Aufgrund des Deckenaufbaus von innen (mit Kunstharzputz) weglassen? Ich wüsste nicht wie man die verlegen könnte. Es sind ja überall Pfosten. Derzeit liegt keine Folie. Ich denke mal die wäre auch ratz fatz zernagt.
Es ist nicht möglich, mit nur einer Dämmschicht lückenlos dieses Gewirr aus Hohlräumen, Balken und Latten aufzufüllen. Nachher soll nicht drübergelaufen werden (geht eh nicht) und auch nichts gelagert werden. Nur eine feste Deckschicht oben möcht ich haben, wegen der Tiere. Kann man das so machen? (Handwerker sagte schon er macht es nicht, wird zu aufwändig). Aber einfach lose Mineralwolle hinwerfen, egal wie viele Lücken und Löcher, das brauche ich dann auch nicht : (
Es ist übrigens ein mit Bitumenschindeln gedecktes Kaltdach.


