Kurz zur Vorgeschichte:
Das Flachdach meines Hauses (1974) wurde an mehreren Stellen "unsachgemäß" behandelt, sodass das Regenwasser an vielen Stellen stark in die Innenräume eindrang. In der Folge muss nun das gesamt Dach saniert werden. Bis auf die Sparren wird alles ausgetauscht.
Der aktuelle Stand:
Das Dach wurde außen erneuert. Der Aufbau von außen nach innen ist bisher wie folgt:
3-4 cm Kiesschüttung
EPDM-Plane (ich glaube es sind 0,5 cm)
ca. 22 mm OSB4-Platten
17 cm Sparren, die oben mit ca. 5 cm Dachlatten erhöht wurden
Jetzt steht der Innenausbau an. Und da sowas für mich eine fremde Welt ist, sollen es die Handwerker machen. Lieder beginnt hier die Verwirrung. Das neue Dach von oben musste schnell drauf, da endlich das nachlaufende Wasser gestoppt werden musste. Innen habe ich etwas mehr Zeit, aber das wächst mir über den Kopf. Wo ist das Problem? Siehe da:
Der Dachdecker hat oben auf die Sparren 5 Zentimeter Dachlatten draufgemacht mit dem Argument, dass dann 20 Zentimeter Dämmung zwischen die Sparren können und oberhalb in den 3 Zentimeter noch die Luft zirkulieren kann. An den Enden der Sparren ist ein kleiner Luftschlitz, der nach außen führt. Die Luft könnte dann von einer Seite rein und an der anderen wieder raus.
Der Innenausbauer meinte, dass die 3 Zentimeter Abstand nicht notwendig sind und ich besser den gesamten Raum zwischen den Sparren dämmen sollte. Unten sollte dann eine "intelligente" Klimamembran drunter, Konterlattung und Gipsfaserplatten von Fermacell greenline.
Um keinen Fehler zu machen schaltete ich zur Absicherung einen Architekten ein, der meinte, dass man besser von unten eine Dampfsperre einbaue. Weil die EPDM-Plane von oben ja ganz Dampfdicht sei, solle man von unten nichts hineinkommen lassen und die Folie muss vom Innenausbauer sehr sorgfältig verlegt werden. Das sei das wichtigste und dann wäre es egal, ob die Dämmung nun alles auffüllt oder nicht.
Nun habe ich mir gedacht, ich beauftrage den Innenausbauer aber mit der Korrektur, dass er keine Dampfbremse, sondern eine Dampfsperre einbaut. Damit war ich eigentlich durch mit dem Thema. Leider habe ich noch etwas im Netz rumgestöbert (als Holzlaie vielleicht ein Fehler) und finde ein Dokument, das von dem Aufbau mit einer Luftzirkulation dringend abrät! (Seite 38, Abbildung 17.6, Kommentar d in
Nach all dem monatelangen Chaos durch das undichte Dach (fremdverschuldet) kommen nun solche stressigen Themen. Es soll auf jeden Fall richtig gemacht werden, auch wenn es etwas teurer ist. Zur Sicherheit plane ich auch Feuchtesensoren in die Gefache einzubauen, habe nur noch keine richtigen gefunden.
Man kann zwar nicht viel erkennen, aber hier mal zwei Bilder des Daches von Innen
Bild 1: Die Spanplatten von unterhalb der Sparren sind entfernt, oberhalb sieht man die OSB4-Platte, die Erhöhung der Sparren und die Sparren selbst:
Bild 2: Die Sparren enden vor der äußeren Wärmedämmung. Zwischen der OSBAbk.-Platte und der Wärmedämmung ist ein etwa 0,5 cm breiter Spalt, der nach außen führt, leider kaum zu erkennen.
Die Fragen also:
- Dämmen, aber nicht ganz bis oben hin?
- Dämmen, aber komplett ausfüllen?
Noch wichtigere Zusatzfrage:
- Luftzirkulation unterbinden und die Seiten abdichten lassen (nur wie)?
Sofern für die Beantwortung noch Informationen fehlen, bitte melden.
Ansonsten freue ich mich auf dienliche Hinweise, damit ich endlich wieder ein Dach über den Kopf habe. Wenn die Beratung aufwendig ist, bin ich gerne bereit dafür zu bezahlen!
Dank und Gruß
krax