und: Hilfe! Was tun? Die Sparrenoberseiten im Spitzbogen sind nass - eine sehr unangenehme Entdeckung.
Die Geschichte (um Spekulationen zu vermeiden ausführlich, ich bitte um Nachsicht):
unser Altbau Baujahr. 1905 hat in 2003 von einem Fachbetrieb eine neue Dacheindeckung erhalten, weil wir angesichts vieler zerbröckelter Pfannen um den soliden und bis dato Dank super dicker Vorkriegs-Dachpappe knochentrockenen Dachstuhl (ein wichtiges Kaufkriterium!) Sorge hatten.
Und weil der untere Teil des Dachs ausgebaut und bewohnt wird, fiel die Wahl auf eine dampfdiffusionsoffene Unterspannbahn (Klöber Permo-Forte), Zwischensparrendämmung mit 20 cm Rockwool Dämmkeilen WV-035-A1 und eine Dampfsperre (PE-Folie) innen.
Außen drauf kam eine Tonziegeleindeckung (Rheinland, Dachwinkel 35 °) auf Lattung über Konterlattung.
Dämmung und Dampfsperre habe ich persönlich angebracht und würde für deren Dichtigkeit auch meine Hand ins Feuer legen (Wand-, Boden und Deckenanschlüsse, Überlappungen und Tackerklammern mit speziellen Materialien minutiös verklebt).
Die Unterspannbahn ist zwar überlappt, aber weder sind die Bahnen untereinander verklebt worden noch die Nagellöcher unter der Konterlattung irgendwie besonders abgedichtet. Zum Kamin und den Wänden liegt die USB ebenfalls lose.
Nun war - leider - das Jahr 2003 nicht ganz so trocken wie man dessen Sommer in Erinnerung hat: just während der Dacharbeiten hat es (Gruß von Murpy) mehrfach geschüttet wie aus Kübeln - auf die bereits verlegte USB. Dabei sind die Sparren teilweise nass geworden; wir haben sie nach dem eiligen Abschluss der Dacharbeiten den ganzen Sommer über trocknen lassen (ideale Bedingungen) und erst im Spätherbst isoliert und gedichtet.
Die auch heute noch immer deutlich sichtbaren Durchfeuchtungs-Spuren an den Sparren hatte ich ignoriert, weil ich davon ausgegangen bin, dass die Sparren langsam weiter trocknen ...
und habe nun (, ach) im nicht gedämmten Spitzbogen die eingangs erwähnte offenbar frische Nässe auf den Sparrenoberseiten entdeckt.
Nun die Fragen:
- kann Wasser trotz Eindeckung durch die Nagellöcher der Konterlattung kommen?
oder
- ist im ungeheizten Spitzbogen mit Kondenswasser zu rechnen, das nur in den Sparren ausfällt (die zugängliche Innenseite der USB ist trocken).
- wie kann ich ggf. alte von neuer Durchfeuchtung unterscheiden?
- ist die DDO-USB-Verlegung ohne Verklebung und Nageldichtung fachgerecht?
für den Fall, dass nicht und der Schaden dadurch entstand
- besteht eine Gewährleistungspflicht?
und falls letzteres zutrifft,
- wie müsste eine Schadensbehebung aussehen?
- wie lässt sich die Dichtigkeit der USB prüfen?
Vielen Dank!
MfG
Walther Mathieu
