ich habe mich inzwischen ein paar Tage im Forum umgeschaut und mir einiges angelesen (v.a. Thalhammer). So recht konnte ich aber noch keine Antworten auf meine Fragen finden. Hier also meine Frage:
Nachdem wir vor zwei Wochen sehr kurzfristig ein Grundstück gekauft haben, haben wir letzte Woche einen Bauvertrag mit einem Regiebauer für die schlüsselfertige Erstellung unseres Einfamilienhaus (9,5 m x12 m; 1,5 geschossig; 1,5 m Kniestock; 30 ° Dachneigung) geschlossen (große Eile w/Eigenheimzulage). Leider habe ich es falsch herum gemacht. Ich habe erst einen Vertrag geschlossen und informiere mich danach. Dummer Fehler! . In der Baubeschreibung steht nun zum Thema Außenwänden: 30 cm Steine, wahlweise Liapor Super K, Porenbeton oder Poroton (preisgleich). Wenn ich das nun im Forum recht verstanden habe gibt es grob gesagt drei Kriterien:
- Wärmedämmung
- Schallschutz
.- "Massivität" w/einfacher Verarbeitung und Tragkraft für Bilder etc.
Im jetzigen Stadium ist mir hinsichtlich der Wärmedämmung eigentlich vor allem wichtig, dass die EnEVAbk. eingehalten wird und dass schaffen wohl alle Steine. Sollten die energetischen Anforderungen und die Energiepreise weiter steigen, könnte man immer noch in einigen Jahren eine Wärmedämmung aufbringen (das denke ich mir auf jeden Fall so).
Hinsichtlich Schallschutz habe ich höhere Anforderungen, da ich etwas geräuschempfindlich bin. Hierfür wäre wohl ein KSV am besten geeignet. Diesen würde ich daher gerne für die Innenwände nutzen (habe zwei kleine Kinder!). Mein Regiebauer sagt mir nun, dass ich dann die Außenwände in Porenbeton ausführen müsste, da man "Steinfarben nicht mischen soll". Wenn ich das hier richtig verfolgt habe, hat aber Porenbeton von den drei Steinen die schlechtesten Schallschutzeigenschaften. Könnte man diese evtl. etwas verbessern? Auf der anderen Seite kann ich die Dämmwirkung der Steine auch nicht richtig einschätzen. Das Haus wird freistehend an einer reinen Anwohnerstraße errichtet. D.h., dass sowohl die wenig befahrene Straße als auch die Nachbarn mind. 6 m von uns entfernt sind. Es gibt aber von einer nahegelegenen Schnellstraße ein, zwar nicht lautes, aber bei Stille wahrnehmbares "Grundrauschen".
Hinsichtlich "Massivität" der Baustoffe hat mich ein Beitrag von Hr. Thalhammer, in dem es um die Auflage der Decken geht (ich habe leider nicht alles verstanden) etwas nachdenklich gestimmt. Reichen 30 cm Steine etwa statisch gar nicht aus? Hierzu muss gesagt werden, dass das Grundstück nicht so breit ist, und wir daher möglichst platzsparend bauen wollen.
Nachdem ich die ganzen Forumsbeiträge gelesen habe, lege ich Wert darauf, dass der Stein leicht zu verarbeiten ist, da ich ja keine Einfluss mehr auf die Wahl des Rohbauunternehmens habe. Schön wäre es auch, wenn man nicht beim Aufhängen der Kinderbilder jedesmal einen Spezialdübel verwenden muss, sondern evtl. auch mal einen kleinen Nagel einklopfen kann. Was passiert z.B. bei den porösen Ziegeln (z.B. T-11 SX) wenn man Küchenmöbel aufhängt?
So, jetzt habe ich sehr viel geschrieben und komme zu der eigentlichen Frage: Welchen Stein sollte ich unter den gegeben Anforderungen verwenden und habe ich bei den obigen Abwägungen evtl. etwas vergessen? Ich hoffe, dass ich alle nötigen Details geliefert habe. Wenn nicht, bitte Bescheid geben.
Vielen Dank für Ihre Antworten!
