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Bei der Videoüberwachung typische Fehler vermeiden

Bei der Videoüberwachung typische Fehler vermeiden

In Deutschland steigt die Zahl der Wohnungseinbrüche stetig. Jährliche Zuwächse bei der Einbruchskriminalität von zehn und mehr Prozent sind schon fast normal. Im Durchschnitt steigen alle drei Minuten irgendwo Diebe in Wohnungen oder Häuser ein. (Quelle: bka.de) Grund genug, sich mit einer Videoüberwachung dagegen zu schützen. Doch für die Installation von Überwachungstechnik gibt es strenge Regeln.

Videoüberwachung zum eigenen Schutz ist erlaubt
Jeder darf hierzulande sein eigenes Grundstück oder Einfamilienhaus mit Videokameras überwachen. Der Gesetzgeber schützt hier das Recht seiner Bürger auf Sicherheit und den Schutz ihres Eigentums. Sie können vorsorglich Kameras anbringen um mögliche Diebe abzuschrecken oder mit der Videoüberwachung Belege sammeln, wenn sie bereits einen Verdacht haben, dass sich jemand an Haus oder Grundstück zu schaffen macht. Dabei darf jedoch nur das eigene Grundstück überwacht werden. Der Grund und Boden des Nachbarn und vor allem sein Haus sind von der stetigen Überwachung auszunehmen. Das gilt auch für Zugangswege oder Einfahrten, die gemeinsam genutzt werden. Viele machen den Fehler und richten die Videokamera nicht ordentlich aus. Passt ein Grundstückseigner nicht auf und nimmt das fremde Grundstück aus Versehen ins Visier, verletzt er das allgemeine Persönlichkeitsrecht seines Nachbarn. Das aber ist vom Grundgesetz geschützt. Wer sicher gehen will, verwendet eine fest installierte Überwachungskamera und informiert diese mit einem Ausdruck des videoüberwachten Bereichs. Dann entsteht nicht der Eindruck, dass die Videotechnik das Grundrecht des Nachbarn verletzt. Auch öffentliche Straßen und Wege dürfen übrigens von der Videoüberwachung nicht erfasst werden. Nur in Ausnahmefällen wie bereits erfolgte Straftaten wäre dies in Abstimmung mit dem Datenschutz und den Behörden möglich.

Auf gute Videoüberwachung setzen
Besucher des überwachten Grundstücks sollten auf die Videokamera aufmerksam gemacht werden. Am besten geht das mit einem Hinweis auf einem Schild. Natürlich kann ein Eigentümer auch eine Attrappe aufhängen. Doch auch für diese nicht funktionstüchtige Nachbildung einer Videokamera gilt das gleiche, wie für funktionstüchtige Technik. Sie darf nicht zum Nachbarn oder auf öffentliche Wege schwenken. Wer auf eine effektive Videoüberwachung setzen will, sollte auf jeden Fall geeignete Technik nutzen, die bei Experten, wie topsicherheit.de gehandelt wird. Die verwendete Kamera muss ohne Einschränkungen für die Überwachung von Gebäuden und Flächen geeignet sein. Eine Wildkamera zum Beispiel nutzt zum Schutz eines Hauses oder eines Grundstücks wenig, weil sie in der Regel mit Verzögerung auslöst. Nimmt eine solche Kamera das Geschehen auf, ist der Dieb meist schon aus dem relevanten Bereich heraus. Außerdem sollten Überwachungskameras verkabelt sein und mindestens eine HD-Auflösung haben.

Zu wenig Augenmerk wird noch auf die Technik der Aufzeichnung gelegt. Viele Nutzer von Kameras zur Überwachung nutzen ihren Computer, um die Daten zu speichern. Dafür lassen sie ihn permanent angeschaltet. Recht originell aber völlig unpassend sind Cloud-Angebote. Sie bergen Risiken bei der Sicherheit, ganz abgesehen von den geringen Bandbreiten beim Upload. Eine gute Lösung für die Aufzeichnung sind Langzeitrekorder. Sie sind klein und effizient, sollten aber für Diebe unerreichbar angebracht werden.

Rechtliche Regeln in Mehrfamilienhäusern
Sollen Mehrfamilienhäuser mit Videoüberwachung vor Dieben geschützt werden, gelten ganz besondere Regeln. Für Videoüberwachung kommen grundsätzlich nur Häuser infrage, bei denen es sich um Anlagen von Wohnungseigentümern handelt. Bevor eine Kamera zur Überwachung installiert wird, müssen alle Eigentümer zustimmen. Nur dann nämlich darf die Videotechnik sämtliche Bereiche des Hauses erfassen. Das gilt vor allem für den Eingangsbereich, den alle Eigentümer und ihre Besucher regelmäßig passieren müssen. Stimmt nur ein Wohnungseigentümer gegen die Anbringung einer Kamera, darf das gesamte Haus nicht überwacht werden. Ein gemeinsamer Beschluss der Eigentümer in einer Anlage ist nicht nötig, wenn ein Wohnungsbesitzer Videotechnik installiert, die ausnahmslos seine eigene Wohnung erfasst.