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Strompreise sinken für Millionen Haushalte

Strompreise sinken für Millionen Haushalte

Strompreise sinken für Millionen Haushalte

Gute Nachrichten für Verbraucher: Über viele Jahre verteuerte die stark steigende EEG-Umlage die Stromrechnungen, im kommenden Jahr reduziert sie sich zum ersten Mal. Zudem sanken in jüngerer Vergangenheit die Börsenstrompreise. Viele Versorger geben beiden Senkungen an die Verbraucher weiter. Eine gesetzliche Pflicht besteht aber nicht, deshalb sollten Kunden einen Kostenvergleich durchführen.

Erstmals verringert sich die EEG-Umlage

2003 führte der Gesetzgeber die EEG-Umlage ein. Verbraucher zahlen mit einem für alle festgelegten Betrag die Förderung erneuerbarer Energien. Im ersten Jahr lagen die Kosten bei 0,41 Cent pro Kilowattstunde, 2010 bereits bei 2,047 Cent. Aufgrund des massiven Ausbaus der erneuerbaren Energien setzte in der Folge eine noch dramatischere Kostenexplosion ein. Dieses Jahr mussten Verbraucher bereits 6,240 Cent stemmen. Entsprechend stark erhöhten sich die Kosten für den Strombezug. Lange sah es so aus, dass sich diese Entwicklung unaufhaltsam fortsetzt. Dank Einschnitten bei der Förderung schaffte der Gesetzgeber nun aber zumindest eine Verschnaufpause. Er kann die Umlage für 2015 nicht nur stabil halten, sondern sogar leicht senken. Die Umlage kostet nächstes Jahr statt 6,240 6,170 Cent.

Wie stark sinken die Preise?

Die Reduzierung der EEG-Umlage alleine würde aber nur zu einer minimalen Entlastung führen. Bei einem Stromverbrauch von 3.000 Kilowattstunden im Jahr verringern sich die jährlichen Kosten um 2,10 Euro. Deutlich mehr Potenzial besitzen die gesunkenen Strompreise an der Börse, zu denen Stromversorger die Energie beziehen. Geben Versorger sowohl die Einsparungen bei der EEG-Umlage als auch bei den Bezugskosten weiter, können sich die Jahreskosten für durchschnittliche Haushalte um etwa 30 Euro reduzieren. Es kommt aber immer auf die einzelnen Versorger an. Manche senken die Preise überdurchschnittlich, manche unterdurchschnittlich und andere gar nicht. Deswegen empfiehlt sich ein umfassender Strompreisvergleich, zum Beispiel auf dem Verbraucherportal www.verivox.de/strompreisvergleich/.

Anbieterwechsel und Energieeffizienz: Erhebliche Einsparpotenziale

Ein solches Verbraucherportal sollten Kunden aus einem weiteren Grund aufsuchen: Es gibt nicht nur an, ob Kunden von den aktuellen Kostensenkungen profitieren. Es zeigt zugleich die grundsätzlichen Preisunterschiede zwischen den Versorgern auf. Seit der Liberalisierung des Strommarkts werben Hunderte Anbieter, deren Konditionen massiv differieren, um Kunden. Mit dem Wechsel von einem teuren Anbieter zu einem günstigen Versorger sparen Verbraucher vielfach einen dreistelligen Betrag im Jahr. Zusätzlich entlasten Kunden ihr Budget, wenn sie sich mit dem Thema Energieeffizienz auseinandersetzen. Mit vielen Einzelmaßnahmen reduzieren sie ihren Verbrauch, Verbraucher sollten zum Beispiel die Spartipps auf welt.de beherzigen. Die Kosten lassen sich etwa durch den Kauf energieeffizienter Geräte und das Einsetzen von Energiesparlampen senken.