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Keller

Feuchter Keller im Altbau (30er Jahre)

Guten Tag zusammen,

ich besitze seit neuerem ein Haus, welches zum einen aus einem in den 30 Jahren gebauten und einem in den 60er Jahren angebauten Teil besteht.

Im neuen Teil ist ein Vollkeller vorhanden, dieser ist komplett trocken.

Der alte Teil ist Teilunterkeller. Das heißt es gibt nur einen kleinen Raum, welcher ausschließlich durch eine Schuppen von außen begehbar ist. Vor dem Keller selbst ist keine Tür, sondern nur eine Türöffnung. Zusätzlich gibt es ein kleines Lüftungsloch (ca. 8 cm Durchmesser)nach draußen. Es gibt kein Fenster. Der Keller besteht großteils aus Ziegelwänden und Bruchstein, die teilweise gekalkt sind. Der Boden besteht aus Beton. Zum darüber liegendenden Raum gibt es eine Holzdecke, welche mit Stahlträgern gestützt wird. Des Hauses scheint auf einem massiven Ringfundament zu stehen.

Mein Problem ist nun, dass die Wände des alten Kellerraums mehr oder weniger gleichmäßig feucht sind. Die Wände selbst sehen von der Substanz her sehr gut aus (keine Flechen oder ähnliches). Aus diesem Grund glaube ich, dass die Feuchtigkeit nicht von außen kommt, sondern es sich ehr um Kondensation der Luftfeuchtigkeit handelt. Die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch, gleichzeitig ist es in diesem Raum kühl. Genaue Werte habe ich leider gerade nicht.

Den Raum möchte ich selbst nicht zwingend für etwas nutzen. Das heißt, die aktuellen Umstände spielen für mich keine Rolle. Ich mache mir jedoch Gedanken, was die Feuchtigkeit mit der Bausubstanz anstellt. Die Decke selbst besteht auf der Unterseite aus Spanplatten. Diese sehen schon etwas angegriffen aus (nicht mehr sehr stabil, sonst aber kein Schimmel oder ähnliches) und sollten auf kurz oder lang vermutlich ausgetauscht werden. Wenn meine Vermutung richtig ist, sollte das Feuchtigkeitsproblem im Winter nicht bestehen (da außen kälter als innen).

Daher folgende Fragen an die Experten hier im Forum:

  • Ist diese Feuchtigkeit ein Problem für die Bausubstanz?
  • Sollte ich hier etwas unternehmen? Z. B. aktive Belüftung (wobei diese im Sommer vermutlich selbst in der Nacht nicht viel bringen wird, da Außentemperatur unter Umständen weiterhin über der Kellertemperatur), Einbau einer Kellertür (um den Luftaustausch im Sommer stärker zu unterbinden), ...

Vielen Dank für Ratschläge bereits im Voraus. Viele Grüße
Christian

Name:

  • Christian L.
  1. Egal

    also wenn der Keller seit 1930 steht und bis heute keine nennenswerten Schäden aufweist, dann hat es doch wohl schon lange funktioniert. Was sollen denn dann für Schutzmaßnahmen nötig sein? Wenn die Holzbalkendecke nicht verfault ist, dann ist doch alles gut. Jede Art von moderner Bekleidung der Decke würde vermutlich das Trocknungsverhalten behindern und zu Feuchteschäden führen. Klar kann man eine Kellertür einbauen und dann noch eine elektronisch gesteuerte Lüftung, die nur dann lüftet, wenn die absolute Feuchte draußen geringer ist als drinnen. Wenn Sie diese 500 EUR übrig haben, dann...

    Aber fragen Sie sich doch selbst ob es nötig ist.

  2. Woher kommt die Angst, dass die Bausubstanz durch Feuchte geschädigt wird?

    Erstmal ist klar - einen trockenen Baustoff gibt es nicht!
    Erst recht nicht im Keller. Ab welchen Feuchtegehalt ist es dann ein Problem?
    Dies hängt i.d.R. von der Nutzung ab. Ein Kartoffel braucht ein anders Klima als Kleidung. Oft reicht ein Luftentfeuchter aus um die Feuchte soweit zu reduzieren, dass Tauwasser und Schimmel vermieden wird. Natürlich gibt es weitere Möglichkeiten um ein Klima so herzustellen, dass es den Ansprüchen der Nutzung genügt. Aber das sollte halt "geplant" werden. Und bedenken Sie, jedes Bauwerk steht auf feuchten Fundamenten und überdauert oft Jahrhunderte ohne Schaden.


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