Kamin und Kachelofen

Rauchgasentwicklung beim Biofire Ofen

Hallo,
wir haben in diesem Jahr ein 16 Jahre altes Haus gekauft, in dem ein Biofire Ofen vorhanden ist. Mir sagte der alte Besitzer, dass ich mich bei der Nutzung des Ofens streng an die Vorgaben im Handbuch zu halten habe, da ansonsten Schäden auftreten können. Ich habe anfangs das Holz sogar soweit verbrennen lassen, dass nur noch kleine Holzkohle übrig war - halt wg. der Beschreibung: die Klappe erst schließen, wenn nur noch kleine blaue Flammen über dem Verbrennungsgut stehen. Dies brachte allerdings nur kurz wärme und ich habe dann die Klappe bereits geschlossen, nachdem die eigentliche Holzstruktur oder die Oberfläche des Holzes verbrannt war - nun kam auch Temperatur! Nun ist es aber vermehrt so gewesen, dass der Ofen (wird von der Küche aus beheizt) im Wohnzimmer starke Rauchgase beim Heizen ausgestoßen hat. Anfangs nur in der Anbrennphase, inzwischen über die gesamte Brenndauer mit einer extemen Entwicklung - wir haben fast 3 Std. gelüftet. Insgesamt habe ich den Ofen vielleicht 15-20x in diesem Herbst benutzt und kann mir nicht vorstellen, den Ofen kaputt geheizt zu haben!? Ich habe mich bereits beim 'Ofenservice' angemeldet und der sagt: es wurde vermutlich keine Reinigung durchgeführt, weshalb nun der Ofen wg. Verstopfungen keine Gase mehr loswurde und somit der Ofen vermutlich schon 'auseinandergegangen' ist. Er sagte: mit Glück sind nur Fugen zu erneuern, aber selbst dies hätte in einem ähnlichen Fall schon 800 € gekostet. Wenn ein Stein gerissen ist, liegen die Kosten schnell bei 1200 €...
Ich wäre nun für eine Einschätzung sehr dankbar, ob die Fehlerbeschreibung mit der Befürchtung des Ofenbauers übereinstimmt. Er hatte noch den Hinweis, der Rauchabzug könnte nur abgerutscht sein, schließt dies aber in der Regel aus.
Die Kosten sind für mich erstmal beunruhigend, daher würde ich mich freuen, wenn alles doch nur durch eine Reinigung erledigt wäre. Übrigens konnte ich in eine Reinigungsklappe im Brennraum hineinsehen - da war zwar etwas Asche, aber das fand ich nicht dramatisch - bleibt die Frage, was in den übrigen Klappen hintern den Kacheln liegt???
Vielen Dank für Ihre Einschätzung!

Name:

  • gusie
  1. Reinigung des Ofens ...

    ... können Sie selbst vornehmen. Sie sollten allerdings wissen, wo alle Reinigungsöffnungen sind. Sicherlich hat der Vorbesitzer Daten und Pläne dazu. Für um 20,00 € gibt es in den Baumärkten eine Art Vorfilter (Ascheeimer) welcher an einen Industriestaubsauger gesteckt wird. Mit einem Wellrohrschlauch - z. B. alter Waschmaschinenschlauch den Stutzel des Ascheeimers verlängern. Damit dann die gesamten Züge aussaugen. Meist bröckeln die Fugen im Brennraum ein bißchen heraus. Dazu gibt es auch im Baumarkt Schamottemörtel. Den sämig angerührten Schamottemörtel mit einem Schwamm in die Fugen einreiben. Überschüßigen Mörtel von den Steinen abwaschen - Mörtel einen Tag trocknen lassen und Sie können die Funktion des Ofens testen.
    Am besten der Vorbesitzer zeigt das ganze nochmal genau, da er die Bedingungen vor Ort am besten kennt. Sie müssen die Vorgehensweise auch erst einmal kennen lernen.
    Grüße aus Memmingen
    Walter Haussmann
    OSA

    Name:

    • Herr Wal-2132-Hau
  2. Biofire Grundofen

    Melde mich zurück vom Urlaub!

    - ich bin nicht der Meinung, das die Rauchgaszüge so sehr verschmutzt sind, dass die Rauchgase nicht mehr durchströmen können. Dann würde eine Rückstau entstehen und die Rauchgase wieder bei der geöffnete Ofentür den Weg finden.
    Möglichkeiten:

    a)
    Putzdeckel (Verschlussdeckel) ist kaputt. Wenn mehrere Putzdeckel eingesetzt sind, bitte prüfen, ob alle noch ganz sind, bzw. dicht eingebaut sind. Putzdeckeln sind eine "Schwachstelle" bei diese Öfen, habe schon einige nach
    5-10 Jahren austauschen müssen.

    b)

    Rauchrohranschluss ist undicht. Nach 15 Jahren kann es passieren, dass die Kerathermwolle zwischen Rauchrohr und Schornsteinmündung nicht mehr vollständig dicht ist. Dann kann zwischen Vormauerung und Schornstein über Hinterlüftungsgitter Rauchgase austretten.

    c)

    Speicherkernsteine gehen auseinander! Ja, vor 10 Tagen habe ich in Elsass einen 20 Jahre alten Biofire Ofen abgebaut, da er undicht war. Nachdem die Kachelwand abgebaut wurde, sah man ganz eindeutig, dass die oberste Zugreihe an einer Ecke schon 2-3 cm auseinander war und die Rauchgase austretten konnten. Der Speicherkern war nicht geklammert, die Steine star verklebt und bei einer Verpuffung die Steine auseinander gedrückt. Inzwischen wurde in dem Haus 2 neue Grundöfen gebaut.

    - Mit diese 3 Möglichkeiten wurde ich schon vor über 10 Jahren konfrontiert. Seitdem verbaue ich diese Steine nicht mehr.

    http://www.promofen.de


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